13.09.2019 - 14:37 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

THW stolz auf blaues Schmuckstück mit 290 PS

Zwei Tage ganz im Zeichen der "Helfer in blau": Zunächst wird's festlich beim THW-Ortsverband, als der neue Gerätekraftwagen gesegnet wird. Tags darauf werden fleißig Sandsäcke befüllt.

Zusammen mit Ortsbeauftragtem Stefan Meier (Zweiter von rechts) zeichneten Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeister Maximilian Beer und MdB Karl Holmeier engagierte THW-Mitglieder aus. Den neuen Gerätekraftwagen (im Hintergrund) hatte Pfarrer Stefan Wagner (rechts) gesegnet.
von Hans SteinsdorferProfil

Zur Segnung des Gerätekraftwagens hieß Ortsbeauftragter Stefan Meier zahlreiche Ehrengäste willkommen. Neben dem Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier, Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Martin Birner, machten auch Vertreter der Polizei, des städtischen Ordnungsamts, die Ortsbeauftragten der Nachbarverbände aus Oberviechtach und Schwandorf sowie Mitglieder von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Wasserwacht ihre Aufwartung.

Beim neuen Schmuckstück und ganzem Stolz der Neunburger Helfer, handelt es sich um einen Lastwagen der Firma MAN. In der bisher größten Mannschaftskabine, die das Unternehmen bisher angefertigt hatte, findet bei insgesamt neun Sitzplätzen eine komplette Bergungsgruppe Platz. Den Aufbau und diverse Umbauten wurden von der Firma Freytag (Elze/Niedersachsen) ausgeführt. Das Fahrzeug hat eine Leistung von 290 PS bei einem Hubraum von 6900 Kubikzentimetern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h

Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 16 Tonnen und 36 Tonnen im Anhängerbetrieb. Bei einer Länge von 8,10 Metern und einer Höhe von 3,30 Metern ist der neue Gerätekraftwagen deutlich größer als sein Vorgänger. Auch der Aufbau ist deutlich geräumiger, und es können nun auch alle Gerätschaften und Werkzeuge ordentlich und sicher verstaut werden. Die Seilwinde aus dem Hause HPC bringt an der Front fünf Tonnen Zugkraft auf, und am Heck zehn Tonnen. Diese lässt sich per Fernbedienung steuern. Als sehr von Vorteil empfinden die Helfer die Umfeldbeleuchtung des Fahrzeugs. Die Sicherheit bei Arbeiten auf Straßen werde durch die Blaulichtanlage mit Frontblitzer und Heckwarnsystem deutlich erhöht.

Die Reihe der Grußworte eröffnete die Leiterin der THW-Regionalstelle Schwandorf, Ilona Knecht-Jesberger. Sie verwies auf die Zielsetzung, bei weiten Anfahrtswegen möglichst viele Komponenten mitzuführen. Dies erfülle dieses Fahrzeug. Karl Holmeier betonte, dass die Bundesmittel für das THW aufgestockt wurden und der Ortsverband nun über ein Fahrzeug auf dem neuesten Stand verfüge. Bürgermeister Martin Birner dankte der Ortsgruppe für die hervorragende Zusammenarbeit mit den anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen.

Den "Tag der offenen Tür" am nächsten Tag prägte dann die Sandsack-Challenge unter dem Motto „Füllen, Werfen, Gewinnen“. Diese fand an insgesamt 69 Orten in Bayern statt. Mit dieser Veranstaltung wollte die Hilfsorganisation die Bevölkerung dazu anregen, sich mit dem Thema „Hochwasserschutz“ auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer hatten unter anderem Sandsäcke per Augenmaß exakt zu füllen, in ein Ziel zu werfen und exakt zu stapeln.

Ehrungen:

Nach der Segnung des neuen Fahrzeugs durch Stadtpfarrer Stefan Wagner wurden verdiente THW-Helfer geehrt. Die Auszeichnung als "Schneehelfer 2019" erhielten Fabian Blendl, Tobias Böhm, Martin Gillitzer, Ulrike Kienzl, René Matschewski, Stefan Meier, Stefan Reitinger sowie Markus Winter. Für 10-jährige Mitgliedschaft erhielt Fabian Blendl eine Urkunde; für 30 Jahre wurden Heribert Nothaas sowie Gerhard Fuß ausgezeichnet. (sns)

Die Sandsack-Challenge wollte für das Thema "Hochwasserschutz" sensibilisieren.
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