Die Aufregung in Neunkirchen war groß, als am Freitagmorgen unzählige Feuerwehrfahrzeuge die Montessori-Grundschule in der Wiesendorfer Straße ansteuerten. Die Neunkirchener Wehr eilte mit zwei Autos herbei, die Feuerwehr Frauenricht mit einem und die Feuerwehr Weiden rückte mit dem kompletten Löschzug an, der aus vier Einsatzfahrzeugen besteht. Viele Anwohner machten sich Sorgen. Was war geschehen?
Grund für die Alarmierung war Brandgeruch, den Lehrkräfte in einem Werkraum im Erdgeschoss der Schule bemerkten. Sobald ein Gebäude betroffen ist, in dem sich Personen befinden, wird ein möglicher Brand als B 3 eingestuft. „Und dementsprechend werden mehrere Fahrzeuge alarmiert“, erklärt Jakob Grajer von der Feuerwehr Neunkirchen, der den Einsatz vor Ort leitete. Als die Wehrleute an der Schule eintrafen, habe sich zum Glück herausgestellt, dass das Gebäude nicht lichterloh brennt, sondern lediglich dem Brandgeruch nachgegangen werden muss. „Die Lage hat sich daraufhin schnell entspannt“, sagt Grajer. Die Feuerwehr aus Weiden sei daraufhin wieder abgezogen.
Ein Kollege aus der Frauenrichter Feuerwehr mit elektrotechnischen Grundkenntnissen hat sich aufgrund des anhaltenden Schmorgeruchs die Lampen und einen Kühlschrank in dem Raum näher angeschaut. „An einer Deckenleuchte hat er schließlich eine Blende entdeckt, die nicht mehr weiß, sondern etwas gelblich war“, informiert Grajer. Hier sei der Lack verschmort, was vermutlich an einer zu heißen Lampe gelegen habe.
Rektorin Gerda Högl-Siegler ist froh, dass nicht mehr passiert ist. Die Kinder seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. „Wir haben den Probealarm erst vor ein paar Tagen geübt“, sagt sie. Während die Feuerwehr im Gebäude war, spielten die Mädchen und Buben auf dem Sportplatz. Sie wurden dabei von acht Aufsichtspersonen betreut. Aktuell besuchen 37 Schülerinnen und Schüler die Einrichtung in Neunkirchen.
Für die Feuerwehr ging der Einsatz mit dem Lüften des Zimmers und der Verständigung des Hausmeisters, der die Lampe austauschen wird, zu Ende. Auch wenn nicht viel passiert ist, kann Jakob Grajer nur betonen: „Es war auf jeden Fall richtig, die Feuerwehr zu rufen. Lieber einmal zu viel als zu wenig.“















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