Schon der Freitagabend war vom Wetter überschattet. Wegen anhaltenden Regens fanden nur wenige Besucher den Weg zum Festgelände. Umso größer war die Resonanz am Samstag, als Vorsitzender Gerd Miederer und Kommandant Roman Baumgärtner die Gäste begrüßten. Den feierlichen Rahmen gestalteten der Posaunenchor sowie die Kinderfeuerwehr Neunkirchen.
Oberbürgermeister Benjamin Zeitler würdigte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr. „Neunkirchen kann feiern. Gemeinschaft wird hier nicht nur beschworen. Sie wird hier gelebt.“ Das neue HLF 20 sei weit mehr als moderne Technik. „Es ist ein Zeichen der Wertschätzung für Männer und Frauen, die sich ehrenamtlich für unsere Sicherheit einsetzen. Denn was nützt ein Feuerwehrfahrzeug, wenn niemand bereit ist, nachts aufzustehen, Familie und Freizeit zurückzulassen und anderen zu helfen.“
Stadtbrandrat Richard Schieder erinnerte daran, dass das 750.000 Euro teure Fahrzeug bereits im Mai zusammen mit einem baugleichen HLF offiziell übergeben worden war. Neunkirchen sei „eine der wichtigsten Ortsteilfeuerwehren im Stadtgebiet“ und sichere mit den Betrieben im Industriegebiet Am Brandweiher sowie den Gewerbegebieten Weiden-West einen bedeutenden Wirtschaftsstandort. Zudem hob Schieder die Vorreiterrolle der Wehr in der Jugendfeuerwehr hervor.
Die ökumenische Segnung übernahmen Pfarrer Thomas Kohlhepp und Pfarrer Andreas J. Ruhs. Mit einem Augenzwinkern sagte Pfarrer Kohlhepp: „Das Fahrzeug wurde schon einmal gesegnet. Aber was man nicht selber macht, taugt nichts. Doppelt genäht hält besser – oder doppelt gelöscht ist sicher aus.“ Pfarrer Ruhs betonte: „Alle technischen Errungenschaften dienen dem Leben. Es ist ein Dienst am Nächsten.“ Er erbat den Segen Gottes.
Kommandant Baumgärtner stellte anschließend die technische Ausstattung des neuen HLF 20 vor. Es sei „ein besonderer Tag für die Feuerwehr Neunkirchen. Vor allem für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Unter den Gästen waren auch Altoberbürgermeister Jens Meyer, Vertreter der Ortsteilfeuerwehren, Vertreter der Wehren aus Mantel, Weiherhammer und Parkstein sowie der Partnerfeuerwehr Cranzahl aus dem Erzgebirge. Für den musikalischen Ausklang sorgten die „Mittelberg Musikanten“ im Festzelt.

















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