02.12.2019 - 17:03 Uhr
Neusath bei NabburgOberpfalz

Notleidenden Herberge bieten

Das Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath öffnet seine Tore außerhalb der Saison: Die Herbergssuche lockt Hunderte Besucher aus der ganzen Oberpfalz an – ein Andrang, mit dem selbst die Verantwortlichen des Museums nicht rechnen.

Das Freilandmuseum begeisterte Hunderte von Besuchern mit der Aufführung der "Neusather Herbergssuche".
von Redaktion ONETZProfil

Anlass war die Aufführung des von Erika Eichenseer geschriebenen Marschiertheaters "Neusather Herbergssuche", welches die Besucher auf die Adventszeit einstimmen sollte.

Die erste Station der Aufführung befand sich im Stiftlanddorf: Josef und seine hochschwangere Maria suchten dort Unterkunft bei einem ansässigen Ehepaar. Der Mann jedoch nahm weder die beiden, noch ihre ausländischen Begleiter bei sich auf. Seine Frau hingegen wollte der Truppe helfen und gab den Herbergssuchenden zumindest eine Decke mit auf den Weg. Schweren Herzens zogen Maria und Josef weiter, um ihr Glück beim nächsten Anwesen in Bethlehem zu versuchen. Im Waldlerdorf angekommen, wurde das Paar von zwei Engeln erwartet. Anwesend war jedoch auch der Teufel höchstpersönlich, der ihnen versicherte, sie noch in jener Nacht zu vernichten.

Dieser kam schließlich vor Maria und Josef beim nächsten Hof an und verbat dem dort wohnenden Hannes, die Hilfesuchenden bei sich aufzunehmen - denn er wollte schließlich verhindern, dass Gottes Sohn in jener Nacht geboren wird. Da Hannes jedoch ein guter Mensch ist, schickte er Maria und Josef heimlich in einen Stall, wo sie Unterschlupf suchen konnten. Der Weg dorthin führte am Wirtshaus vorbei, bei dem Maria und Josef einen weiteren jungen Mann mit auf ihren Weg nahmen, der ebenso auf der Suche nach einem Quartier für die Nacht war.

Letztendlich schafften es die drei zum Stall, wo bereits alle vorherigen Bewohner von Bethlehem auf sie warteten, denn zu guter Letzt haben alle verstanden, dass man Menschen in Not helfen muss - ein Appell, den das Theater auch seinem Publikum nahelegen wollte.

Während des Stückes marschierten alle Besucher hinter Maria und Josef von Dorf zu Dorf und konnten sich somit in die Volkszählung aus der altbekannten Geschichte einfühlen. Die Laternen, die einige Gäste mit sich führten, verwandelten das Museum in ein kleines Lichtermeer. Das Theater - gespielt von der Haagerthaler Bauernbühne unter Regie von Hubert Schuster - wurde in jeder Szene von Musikern der Jugendblaskapelle Nabburg sowie der Musikgruppe "Kitchenrock" begleitet.

Die Besucher waren am Ende des Abends sichtlich begeistert. Nach dem gemeinsamen Singen von "Stille Nacht, Heilige Nacht" durften sich alle Gäste auf ein gemütliches Beisammensein mit Lebkuchen und Glühwein freuen.

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