03.08.2018 - 15:58 Uhr
NeusorgOberpfalz

24 Stunden im "Einsatz"

Die Rettung von Mensch und Tier gehört neben der Brandbekämpfung zu den Hauptaufgaben der Feuerwehr. Für 24 Stunden waren die Neusorger Nachwuchskräfte "Berufsfeuerwehrler". Dabei kam auch die Zusammenarbeit mit anderen Wehren nicht kurz.

von Michael DenzProfil

(mde) Für die Nachwuchskräfte der Neusorger Feuerwehr waren es spannende und aufregende Stunden. Genau einen Tag schlüpften die Jungen und Mädchen in das "richtige Feuerwehrleben", waren für 24 Stunden "Berufsfeuerwehrleute auf der Feuerwache Neusorg".

Die Erwartungen und die Vorfreude der Jugendlichen auf den "Berufsfeuerwehraktionstag" waren groß. Dabei sorgten weder die hitzigen Sommertemperaturen noch ein plötzlich einsetzender Regenschauer für schlechte Stimmung. Der Neusorger Jugendfeuerwehrwart Sebastian Schindler hatte mit weiteren Kameraden mehrere Einsatzübungen für die Nachwuchskräfte ausgearbeitet und vorbereitet.

Mehrere "Einsätze"

Alles begann mit dem Aufbau des Aufenthalts- und Übernachtungszeltes im Garten zwischen dem Feuerwehrhaus und dem Gemeindehaus. Nicht lange dauerte es, bis zum ersten Mal die Alarmglocken schrillten. Im Neusorger Ortsteil Riglasreuth sei eine Person in einen Schacht gestürzt, so die Alarmmeldung für den ersten Übungseinsatz.

Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Feuerwehrfahrzeuge aus. Durch den Einsatz einer Schleifkorbtrage konnte die "Person" zügig nach der Versorgung gerettet werden. Zur Stärkung gab es, nachdem der Einsatz abgearbeitet und die Gerätschaften wieder verstaut waren, Weißwürste mit Brezen.

Nach kurzer Verschnaufpause gingen gleich mehrere "Notrufe" über die eigens eingerichtete "Leitstelle Neusorg" ein. Nach einem angenommenen Unwetter war eine Straße blockiert, nachdem ein Baum umstürzte sowie ein Keller unter Wasser und ein Bauzaun umgefallen waren. Die Nachwuchskräfte arbeiteten unter Anleitung und Betreuung der Aktiven sowie unter Einhaltung der Dienstvorschriften und Unfallverhütungsvorschriften die Szenarien mit Bravour ab.

Am frühen Nachmittag erreicht die Jugendlichen schließlich die Meldung, dass eine Person in den Weiher beim Steinbruch gefallen sei und auf dem Wasser treibe. Unterstützt durch das Rettungsboot der Feuerwehr Kemnath, welches für die Abarbeitung des realitätsnahen Übungseinsatzes angerückt war, konnte die auf dem Wasser treibende Puppe sicher und flott an Bord und dann an Land gebracht werden.

Katze auf dem Dach

Danach galt es, eine Katze vom Dach der Grundschule zu retten. Die Nachwuchskräfte brachten eine Steckleiter in Stellung, so dass auch dieser Einsatz zügig abgearbeitet werden konnte. Zur Unterstützung bei der Abarbeitung eines weiteren Übungseinsatzes wurden die Neusorger Nachwuchskräfte durch die Waldershofer Jugendfeuerwehrler, welche ebenfalls einen Feuerwehraktionstag mit den Poppenreuther Jugendfeuerwehrlern abhielten, angefordert.

Zusammen rückten sie zu einem größeren Verkehrsunfall aus. Dabei wurde ein Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Traktor angenommen. Mehrere Personen seien verletzt und in den Fahrzeugen eingeklemmt. Während die Kräfte aus Waldershof und Poppenreuth die "Personenrettung" aus dem Auto übernahmen, setzten die Neusorger Nachwuchskräfte die Hebekissen zur Befreiung einer unter dem Schlepper eingeklemmte Person ein. Gemeinsam bereiteten dann die Neusorger ihr Abendessen vor.

Doch die Abendruhe war schnell beendet, denn es wurde der Brand eines kleinen Lastwagens gemeldet. Qualm, durch eine Nebelmaschine inszeniert, ließ das Geschehnis echt aussehen. Mit nachgebauten Atemschutzgeräten gingen die Jugendlichen zur Brandbekämpfung vor. Als die Dunkelheit einbrach, wurden die Jugendlichen zu einem Verkehrsunfall mit Pkw und Roller alarmiert, bei diesem sie die Landefläche des angeforderten Rettungshubschraubers ausleuchteten. Anschließend war Nachtruhe angesagt.

Der Morgen begann mit einer Alarmmeldung. Die Brandmeldeanlage in einem Betrieb habe angeschlagen. Schließlich handelte es sich um einen Fehlalarm. Nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Aufräumen beendeten die Neusorger Nachwuchskräfte ihren "24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag".

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