19.09.2018 - 14:44 Uhr
NeusorgOberpfalz

70 "schwarze Jahre"

Die CSU Neusorg feiert ein beeindruckendes Jubiläum. Als Ehrengast und Festredner wird der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker erwartet.

von Autor ÖTProfil

Christliches Menschenbild, Selbstverantwortung in Solidarität und Subsidiarität sind als Grundlagen und Ordnungsprinzipien für Staat und Gesellschaft aktueller denn je.“ Dies schrieben die Christsozialen in ihrem Grundsatzprogramm fest. Getreu diesem Leitwort arbeitet seit sieben Jahrzehnten der Ortsverband Neusorg. An diesem Freitag, 21. September, ab 19 Uhr feiern die Neusorger "Schwarzen" im Rahmen eines Festabends in der Rektor-Haindl-Aula ihr 70. Gründungsjubiläum.

Stolz sein kann die Neusorger CSU auf sieben Jahrzehnte politische Arbeit. Pfarrer Michael Mulzer und der spätere Landrat des ehemaligen Landkreises Kemnath, Ferdinand Neumann, waren es, die in den Nachkriegsjahren die Initiative ergriffen und gemeinsam mit Otto Buchner, August Heinl und Hans Lautenbacher den CSU-Ortsverband ins Leben riefen. Ferdinand Neumann übernahm dessen Leitung. Ihm folgten August Woitzek, Max Schraml, Hans Lautenbacher, Josef Müller, Alfons Schmidt und Hans Pfreundtner. Die Reihe setzt sich fort mit nochmals Josef Müller, Josef Schraml, Reinhard Kastner, Gerhard Fröhlich und Dr. Günther Fütterer.

Seit März 2013 steht Diplomingenieur Gerald Braun dem Ortsverband vor. Nicht vernachlässigt wurde in den vergangenen Jahren die Jugendarbeit. Bereits von 1972 bis 1991 war die Junge Union in Neusorg präsent. Die damaligen Vorsitzenden Hans Roth, Norbert Leeb, Norbert Forberger, Gerhard Dötterl und Hans Scherm schlugen eine Brücke zwischen der jungen Generation und der Politik. Nach altersbedingtem Ausscheiden und dem Wegzug mehrerer Mitglieder zum Studium erlebte der Verband ab 1991 eine kurze Auszeit. Im Juni 2002 erstand die Junge Union Neusorg neu. Vorsitzender wurde damals Christian Heinl. Unter seiner Leitung stieg die JU Neusorg mit 80 Mitgliedern zum damals drittgrößten Ortsverband im Landkreis auf. Auf ihn folgten Dominik Killermann und Daniel Heining als Ortsvorsitzende. Heute führt Lukas Brilla den Neusorger CSU-Nachwuchsverband. Dieser zählt zur Zeit 57 Mitglieder.

Über Jahrzehnte hinweg prägten die Neusorger Christsozialen und deren Bürgermeister die Entwicklung des Kösseineortes. In den ersten Nachkriegsjahren wurden Johann Lohr und Hans Berger von den amerikanischen Besatzungskräften als Bürgermeister eingesetzt. Danach leitete Johann Lohr von 1948 bis 1966 als erstes frei gewähltes Gemeindeoberhaupt und CSU-Mitglied über einen Zeitraum von 18 Jahren die Geschicke der aufstrebenden Kommune. Ihm folgte nach einer Zeit unter SPD-Führung und nach der Eingemeindung von Riglasreuth, Weihermühle sowie Wernersreuth und dem Wechsel von Schurbach zur Stadt Waldershof von 1978 bis 1990 Josef Schmid als CSU-Gemeindeoberhaupt. Positiv war auch die Mitgliederentwicklung im stark in der Bevölkerung verankerten Ortsverband. Waren es 1948 gerade eine Handvoll, die die politische Verantwortung mittragen wollten, so erreichte der Verband nach der Landkreisreform 1978 schon 63 Mitglieder. Zu ihrem 70. Gründungsjubiläum kann die CSU Neusorg auf 55 Mitglieder zählen. Die Neusorger CSU-Mitglieder beschränkten ihre Arbeit nicht nur auf den Heimatort. Sie trugen als Mitglieder des Kreistags auch den Namen ihrer Heimatgemeinde über die Ortsgrenzen hinaus. Im ehemaligen Landkreis Kemnath waren es Pfarrer Gerhard Matischok und Josef Küffner, die im Kreistag das Geschehen im Landkreis mitbestimmten. Im Landkreis Tirschenreuth wirkten über Jahre hinweg die mittlerweile zu Ehrenvorsitzenden ernannten Josef Müller und Dr. Günther Fütterer als Kreisräte.

Info:

Der Neusorger CSU-Ortsverband erwartet zum 70-jährigen Gründungsjubiläum den bayerischen Finanz- und Heimatminister Albert Füracker als Festredner. Beginnen wird der Festabend am Freitag in der Rektor-Haindl-Aula mit einer gesanglichen und musikalischen Darbietung von Jana und Stefan Daubner. Anschließend begrüßt Ortsvorsitzender Diplomingenieur Gerald Braun die Gäste. Grußworte spricht auch Neusorgs Gemeindeoberhaupt Peter König. Die Festansprache hält Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Danach folgen Grußworte von MdL Tobias Reiß. Anschließend wird sich Staatsminister Füracker ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen. Nach einem weiteren Musikstück steht die Ehrung verdienter Mitglieder auf der Tagesordnung. Ein letztes Musikstück rundet den Festabend ab. Nach dem offiziellen Teil lädt der Ortsverband zum gemütlichen Beisammensein ein.

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