27.03.2019 - 11:28 Uhr
NeusorgOberpfalz

Auf bewährten Wegen

Bei den Neuwahlen des Verbandes Wohneigentum, Siedlergemeinschaft Neusorg, bauen die Mitglieder auf die bewährte Mannschaft. Diskussionen gibt es um die Zukunft des Vereins.

Peter Wittmann führt als Vorsitzender der Siedlergemeinschaft, Hans Richtmann die Kassengeschäfte und Maria Riedl das Protokoll. Bürgermeister Peter König wurde als Kassenprüfer bestätigt (von links).
von Autor ÖTProfil

Vorsitzender Peter Wittman betonte zu Beginn der Neuwahlen, die Siedlergemeinschaft Neusorg bilde eine kleine Gruppe. Ihr Handikap sei das Fehlen junger Mitglieder. Er bat die Anwesenden, zu prüfen, ob sich die Siedlergemeinschaft auflösen und einer anderen Verbindung anschließen soll. Als Alternativen stellte er die Einzelmitgliedschaft im Bezirksverband oder eine Mitgliedschaft in den nahen Ortsverbänden Neubrand oder Oberölbühl zur Auswahl.

Schließlich einigten sich die Mitglieder darauf, die Entwicklung des eigenen Vereins weiter zu verfolgen und eigenständig zu bleiben. Bürgermeister Peter König hob hervor, die Siedlergemeinschaft Neusorg bilde einen kleinen Verein in der Gemeinde Neusorg, der sich in der Kommune integriert hat. Dieser kämpfe um die Rechte der Wohneigentümer. Das Gemeindeoberhaupt dankte Peter Wittmann für seine Arbeit.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Peter Wittmann bleibt Vorsitzender. Die Kasse führt Hans Richtmann, das Protokoll Maria Riedl. Zum Ende der Jahreshauptversammlung gab der Vorsitzende einen Ausblick auf die Termine des Kreisverbands und die Bezirksversammlung in Schwarzenfeld. Geplant habe der Kreisverband eine Radsternfahrt und einen Ausflug nach Eichstätt. Die Herbsttagung soll in Wiesau veranstaltet werden.

Mit Stefan Hartwig, einem Pilzsachverständigen der deutschen Gesellschaft für Mykologie, hatte der Verband Wohneigentum, Siedlergemeinschaft Neusorg, bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Sonnental einen Experten zum Thema "Pilze und Pilzkunde" zu Gast. Breitgefächert waren die theoretischen Grundlagen. Pilze sollten nie in Plastiktüten gesammelt werden. Ein Korb oder eine Stofftasche sei die bessere Alternative. Weiter bat der Referent darum, alte und verschimmelte sowie seltene und schützenswerte Pilze stehen zu lassen.

Es sollten nur Pilze gesammelt werden, die der Sammler gut kennt. Bei eventuellen Zweifeln gelte es, die Ernte von Pilzexperten kontrollieren zu lassen. Stefan Hartwig erklärte, bei ihm kommen nur saubere Pilze in den Korb. Pilze sollten niemals roh gegessen werden. Er empfahl, die Ernte des Waldes bei der Zubereitung nicht zu waschen, da sie sich voll Wasser saugt.

Der Redner sprach auch mit Umweltgiften belastete Pilze an. Pilze sollten nicht am Straßenrand gesammelt werden. Eine gewisse Gefahr bestehe wegen des Fuchsbandwurms. Dessen Eier würden jedoch durch das Kochen der Schwammerln zerstört. Maximal sollten 250 Gramm Frischpilze je Person und Woche verzehrt werden. Hartwig ging auch auf die radioaktive Belastung ein. Davon sei der Bereich der nördlichen Oberpfalz im Gegensatz zu Oberbayern relativ gering betroffen.

Auf die Zubereitung und Konservierung eingehend, empfahl Hartwig, Pilze klein zu schneiden, zu putzen, aber nicht zu waschen. Sie sollten mindestens 15 Minuten lang gegart werden. Alternativen seien Braten, Blanchieren oder süß-sauer Einlegen, Einfrieren und Trocknen. Natürlich vergaß der Referent nicht, wertvolle Hinweise auf Giftpilze zu geben. Der Fachmann empfahl zum Sammeln ein Pilzmesser mit gebogener Klinge und Pinsel zu verwenden. Gerne stellte er sich im Anschluss an den Vortrag den Fragen der Gäste.

Vorsitzender Peter Wittmann (links) vom Verband Wohneigentum, Siedlergemeinschaft Neusorg, überreichte an den Referenten Mykologen Stefan Hartwig ein Präsent.
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