07.04.2020 - 16:48 Uhr
NeusorgOberpfalz

Gemeinderat Neusorg geht bei Finanzplan auf Distanz

Die Coronakrise hat auch die Gemeinde im Griff. Die Verwaltungsgemeinschaft ist wegen eines Krankheitsfalls geschlossen. Trotzdem geht die Arbeit der Gemeinderäte weiter.

Das Rathaus, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg, wurde aufgrund eines bestätigten Coronafalls geschlossen.
von Oliver BecherProfil

Die Coronakrise hat auch die Gemeinde im Griff. Die Verwaltungsgemeinschaft ist wegen eines Krankheitsfalls geschlossen. Trotzdem geht die Arbeit der Gemeinderäte weiter. Sie trafen sich zur Sitzung zusammengekommen, allerdings um den in der Rektor-Haindl-Aula, um einen Sicherheitsabstand einhalten zu können. Ein wichtiges Thema war das Investitionspaket für die folgenden fünf Jahre. Es sieht jährlich neue Kreditaufnahmen vor. So wird für 2020 ein Kreditbedarf von 125 000 Euro nötig, 2021 plant man mit 1 040 000 Euro Kredit. Noch nicht eingerechnet ist der Grunderwerb für ein Gewerbegebiet in Neusorg Süd. In den nachfolgenden Jahren ist weiter Kreditbedarf angesetzt: In der Summe des Investitionspakets 2020 bis 2025 sind 1 825 000 veranschlagt.

Bei den Ausgaben schlagen vor allem der Straßenbau, die Ertüchtigung der Kläranlage und des Wasserwerks mit Hochbehälter, Erneuerungen von Wasser und Kanalleitungen innerorts, der Ausbau von Gemeindestraßen, die Erschließung (Straße, Wasser und Kanal) des Baugebiet Neusorg Ost, Ausgaben für Feuerwehr in digitale Alarmierung und Absauganlagen, die energetische Sanierung des Ärztehauses sowie die Ersatzbeschaffung eines Einsatzfahrzeugs für die Feuerwehr und des City-Busses zu Buche.

Günther Fütterer (CSU) sah den Finanzplan für 2020 gekennzeichnet von den Planungen für das neue Baugebiet mit Grunderwerb und den Ausbau der Ortsdurchfahrt Weihermühle. Auch sei beim Grunderwerb in Gewerbegebiet Richtung Stöcken noch nicht das letzte Wort gesprochen. Hier müsse auf die aktuelle Situationen geschaut werden, vor allem in Bezug auf das Salzsilo. Allerdings mahnte er an, dass aus aktuellem Anlass zeitnah vonseiten der Gemeinde eine Lösung erarbeitet werden müsse, was die Querung der Staatsstraße beim neuen Netto-Markt betreffe. Hier müssten eventuell investiert werden. Er mahnte, die Kreditaufnahmen im Auge zu behalten.

Auch Bürgermeister Peter König meinte, dass man beim Problem mit dem Netto-Markt aufgrund der aktuellen Ereignisse versuchen müsse, eine Lösung mit dem Straßenbaulastträger zu finden.

Dieter König von der SPD sah das Investitionspaket als gute Vorlage für die kommenden Jahre. Er führte aus dass mit den vielen Erneuerungen der Kanal- und Wasserleitungen sowie dem Ausbau der gemeindlichen Straßen ein Großteil der Investitionssummen unter der Erde verschwinden werde. Die Zeit ohne Kreditaufnahmen für die Bewerkstelligung der vielen Aufgaben sei wohl vorbei. Die Kreditaufnahmen seien aber nötig, vertretbar und auch zu schultern.

Ernie Bühl von den Freien Wählern sah durch die Grundstücksverkäufe im östlichen Neusorger Baugebiet eine gute Summe bereits erwirtschaftet. 164 000 Euro schlagen hierbei zu Buche. Dies zeige, dass Bedarf an Grund bestehe und dies gelte auch für das Gewerbegebiet. Dennoch müsse man den Schuldenstand im Auge behalten. Auf Nachfrage von Günther Fütterer informierte der Bürgermeister, dass von den 16 Grundstücken bereits 6 verkauft seien. Bürgermeister König führte aus dass sechs Parzellen bis dato veräußert worden seien.

Von der Tagesordnung gestrichen wurde das Thema Ganztagsschule, da Architekt Günther Lenk nicht an den Beratungen teilnehmen konnte. Die Antragsunterlagen sowie der aktuelle Planungsstand zur Ganztagsschule mussten deshalb auf später verschoben werden.

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