31.10.2019 - 14:05 Uhr
NeusorgOberpfalz

Inklusion als Daueraufgabe

Pflege und Wohnprojekte in der Region sowie Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum und Barrierefreiheit waren Themen beim Besuch von Staatssekretärin Carolina Trautner im Senioren-Servicehaus Neusorg.

Mitterteichs Bürgermeister und CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier (rechts) begrüßte im Beisein von Martin Weiß, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des Sozialteams, zahlreiche Zuhörer.
von Autor ÖTProfil

Die Landtagsabgeordnete betonte, es sei wichtig, Inklusion und Barrierefreiheit zu fördern. Deshalb gebe es gute Programme, die bei Bedarf unterstützen. Sie bot Hilfe zu den Fördermöglichkeiten an. Nach dem Rundgang durch die Einrichtung stand Carolina Trautner den Gästen Rede und Antwort.

Finanzierung:

Auf die Frage von Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier, wie solche Einrichtungen wie das Senioren-Servicehaus Neusorg finanziert werden, erklärte Martin Weiß als Vorsitzender der Geschäftsführung das Konzept über Kapitalanleger.

Fehlende Wohnplätze:

Das Fehlen von Wohnplätzen für Senioren in Waldershof beklagte die Seniorenbeauftragte der Stadt. Ihr konnte die Staatssekretärin zusichern, dass es Finanzmittel für den Anschub von Bauprojekten gebe. Carolina Trautner vertrat die Auffassung, Senioren sollten an ihrem Wohnort bleiben können. Sie regte ferner Mehrgenerationenhäuser an, die gegenseitige Hilfe für alle Altersgruppen bieten.

Neue Konzepte

Grillmeier hob hervor, dass auf die entsprechende Region zugeschnittene Förderungen nötig seien. Hier gelte es, neue Konzepte zu suchen. Weiß vom Sozialteam warf auch die teilweise hohen Grundstückspreise als Hinderungsgrund für eine Senioren-Einrichtung in die Waagschale.

Selbstbestimmtes Leben

Mittel für Netzwerke hielt CSA-Kreisvorsitzender Huberth Rosner für erforderlich. Staatssekretärin Trautner unterstrich, Behinderte müssten die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Leben haben.

Im Nachtragshaushalt werde dafür Geld bereitgestellt. Werkstätten böten Arbeitsmöglichkeiten. Dennoch müssten Bemühungen folgen, damit Behinderte wieder auf den ersten Arbeitsmarkt kommen. Inklusionsämter würden beraten. Die Staatssekretärin stellte heraus, dass Inklusion eine Daueraufgabe für die gesamte Gesellschaft sei.

Fehlende Ärzte:

Das Fehlen von Haus- und Fachärzten auf dem Land sprach Neusorgs zweiter Bürgermeister Günther Fütterer an. Trautner pflichtete ihm bei und erklärte, dieses Thema spiele eine große Rolle. Sie sprach von Stipendien für Medizin-Studenten, die sich auf dem Land niederlassen, als auch von einer Landarztquote. Es müssten entsprechende Möglichkeiten und Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Den Einblick in die Arbeit in einem Seniorenheim, der den Gästen beim Rundgang durch die Einrichtung vermittelt wurde, lobte Grillmeier. Er unterstrich, die Kommunen müssten sich Gedanken über Konzepte machen. Ferner gelte es, Programme für eine Förderung zu finden und bürokratische Hürden abzubauen. Die Staatssekretärin sprach von einem tollen Haus mit guten Ansätzen. Ferner sagte sie Förderung und ihre Unterstützung zu. Von Grillmeier durfte sie ein Porzellangeschenk in Empfang nehmen.

Info:

Kein Musterkonzept für ländlichen Raum

Pflege und Wohnprojekte in der Region sowie Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum: Das waren die Themen beim Besuch von Staatssekretärin MdL Carolina Trautner im Senioren-Servicehaus Neusorg. Mitterteichs Bürgermeister und CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier hieß die Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales und zahlreiche Politikprominenz aus dem Landkreis in der Einrichtung willkommen.

Sein Gruß galt auch Martin Weiß als Vorsitzender der Geschäftsführung des Sozialteams, Geschäftsführer Dr. Christian Weiß und Fachbereichsleiter Andreas Neugirg sowie allen Interessierten.

Grillmeier betonte eingangs, dass es kein Musterkonzept für den ländlichen Raum gebe. Dieser entwickle sich weiter und es gelte, entsprechende Wohnformen zu schaffen. Bei einem Rundgang durch das Senioren-Servicehaus Neusorg, geführt von Einrichtungsleiterin Natalja Kiel, erhielten die Gäste einen Einblick in den Pflegebereich und das Residenz-Wohnen.

Die Form der Verbindung von Pflege und Senioren-Appartements sei ideal, erklärte Grillmeier im Anschluss an den Rundgang. Dies habe Martin Weiß vom Sozialteam erkannt. Der Landkreis sei prinzipiell gut aufgestellt, jedoch fehlten Mischformen. Hier bilde das Sozialteam einen hervorragenden Partner.

Martin Weiß dankte allen für den Besuch der Veranstaltung und hob hervor, das Sozialteam sei mit dem Ministerium eng verbunden. Er stellte das Sozialteam vor und bekräftigte, dieses bringe sich konstruktiv in die Politik ein, sage offen seine Meinung und sei sowohl Dienstleistungs- als auch Familienunternehmen. Mit einem Lebensarbeitszeitmodell werde beim Sozialteam die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verfolgt. Im Vordergrund stehe auch die Inklusion. Das Aribo-Hotel in Erbendorf wirtschafte mit einem Anteil von 37 Prozent Schwerbehinderten am Personal überaus erfolgreich.

Nach einem Image-Film betonte Geschäftsführer Dr. Christian Weiß, das Sozialteam sei an 15 Standorten von Bayern bis Sachsen präsent. Mit rund 700 Mitarbeitern decke es von der therapeutischen Einrichtung bis zum Seniorenwohnheim mit Tagespflege und ambulanter Krankenpflege alle Bereiche ab.

CSA-Kreisvorsitzender Huberth Rosner, (von rechts), MdB Reiner Meier, stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, Staatssekretärin MdL Carolina Trautner, CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier, MdEP und JU-Landesvorsitzender Christian Doleschal, Pullenreuths Bürgermeister Hubert Kraus und Dr. Christian Weiß als Geschäftsführer des Sozialteams verfolgten interessiert die Ausführungen von Martin Weiß.
Staatssekretärin Carolina Trautner (von links) stand den Fragen der Gäste bei der Veranstaltung zum Thema Pflege- und Wohnprojekte in der Region gemeinsam mit CSU-Landratskandidaten Roland Grillmeier und CSA-Kreisvorsitzenden Huberth Rosner Rede und Antwort.
Staatssekretärin Carolina Trautner (von links) stand den Fragen der Gäste bei der Veranstaltung zum Thema Pflege- und Wohnprojekte in der Region gemeinsam mit CSU-Landratskandidaten Roland Grillmeier und CSA-Kreisvorsitzenden Huberth Rosner Rede und Antwort.
Aus der Hand von CSU-Landratskandidaten Roland Grillmeier (vorne links) durfte Staatssekretärin Carolina Trautner ein Porzellangeschenk entgegennehmen. Mit im Bild: Gemeinderat Josef Hösl (von links), Fachbereichsleiter Andreas Neugirg, stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Oliver Becher, CSA-Kreisvorsitzender Huberth Rosner, MdEP und JU-Landesvorsitzender Christian Doleschal, CSU-Vorsitzender Johannes Koller und vom Sozialteam Geschäftsführer Dr. Christian Weiß sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung Martin Weiß.
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