13.10.2021 - 10:38 Uhr
NeusorgOberpfalz

Oliver Becher weiter an der Spitze des Obst- und Gartenbauvereins Neusorg

In der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenvereins Neusorg standen auch Neuwahlen an. Vorsitzender bleibt Oliver Becher (sitzend, Zweiter von links).
von Autor GSRProfil

Weil die beiden vergangenen Jahreshauptversammlungen wegen Corona ausfallen mussten, setzte der Obst-und Gartenbauverein Neusorg die eigentlich schon für 2020 anstehenden Neuwahlen in der Herbstversammlung auf die Tagesordnung. In der Rückschau blieb 2019 noch als letztes „normales“ Jahr haften. Vorsitzender Oliver Becher rief Versammlungen, Vereinsfahrten, Zoiglfeste und die Ehrungen für die eigene Jugendgruppe, die „Schnittlauchräuber“, wieder ins Gedächtnis. Nach einem Obstbaumschnittkurs kam dann kurz vor der Jahreshauptversammlung 2020 der Lockdown, der nahezu alles zum Erliegen brachte. Einzig der Mostbetrieb lief unter strengsten Hygieneregelungen auf Hochtouren und verlangte den Beteiligten an insgesamt 20 Terminen alles ab.

Trotz des Todes von insgesamt elf Mitgliedern in den vergangenen zwei Jahren konnte der Mitgliederstand durch Neuaufnahmen bei 243, davon 27 "Schnittlauchräuber", einigermaßen stabil gehalten werden. Wenn es die behördlichen Auflagen zulassen, sollen die Aktivitäten wieder erheblich ausgeweitet werden. Bezüglich der Anzahl der Vereinsmitglieder peile man "250plus" an. 2022 sollen neben den Versammlungen wieder ein Obstbaumschnittkurs und eine Pflanzentauschbörse im Frühjahr, eine Floßfahrt, Zoiglabende sowie eventuell auch wieder eine mehrtägige Vereinsfahrt angeboten werden. Einen äußerst positiven Kassenbericht legte Gerald Sacher vor. Trotz diverser Investitionen - unter anderem in eine zweite Vereinshütte und in den Vereinskeller - konnten weitere Rücklagen geschaffen werden, um bei einem über kurz oder lang zu erwartenden Ausfall der in die Jahre gekommenen Obstpresse adäquaten Ersatz beschaffen zu können. Die Kassenprüfer Hans Englmann und Anton Popp attestierten Sacher eine einwandfreie Kassenführung.

Bürgermeister Peter König und Manuela Pappenberger leiteten die Neuwahlen, die folgendes Ergebnis brachten: Vorsitzender: Oliver Becher; Zweiter Vorsitzender: Gottfried Frimmer; Kassier: Gerald Sacher; Schriftführer: Christine Etterer; Beisitzer: Christine Dux, Heike Kuhbandner, Alexandra Mark-Sischka, Daniela Schraml und Josef Brilla; Kassenprüfer: Markus Dumler und Bastian Roth.

In der Versammlung verabschiedeten sich einige „Altgediente“, unter anderem Ottilie Heidl: 20 Jahre lang kämpfte sie an vorderster Front, 2001 übernahm sie als Erste Vorsitzende einen brachliegenden Verein und hauchte ihm neues Leben ein. Die Vereinsjubiläen zum "50." und "60." fielen in ihre Zeit, so auch die Neuausrichtung beim Obstpressen oder auch die Gründung der Jugendgruppe. Über 500 Geburtstagsjubilare hat sie in ihrer Amtszeit besucht, fand aber auch die Muße, bei Aufräumaktionen selbst mit Hand anzulegen oder auch ihre Pflanzungen im Gemeindebereich zu betreuen. Die Mitglieder ernannten sie zur Ehrenvorsitzenden.

Geehrt wurde in Abwesenheit auch Marita Kuchenreuther, die jahrelang Zweite Vorsitzende war und zuletzt als Beisitzerin den Verein tatkräftig unterstützte. 15 Jahre organisierte sie zudem die jährlichen Fünf-Tages-Fahrten. Als "Mädchen für Alles" packte Marianne Schmidt überall mit an, wo Not am Mann war. Auch sie schied als Beisitzerin aus. Gesundheitliche Gründe waren für das Ausscheiden von Gerd Dumler und Werner Herzing ausschlaggebend. Dumler hielt über Jahre hinweg als Gerätewart nicht nur die vereinseigenen Maschinen in Schuss und reparierte die meisten Sachen bei Bedarf, auch übernahm er die Ausgabe und Rücknahme der Leihgeräte. Die Pflege des Vereinsgartens war bei Herzing in den besten Händen. Zuletzt galt der Dank den beiden Kassenprüfern Hans Englmann und Anton Popp, die altersbedingt nach zehn Jahren ihren Rückzug erklärten.

Kreisfachberaterin Manuela Pappenberger referierte zum Thema „Haufenweise Lebensräume“. Anschaulich mit vielen Bildern stellte sie Möglichkeiten der Gartengestaltung vor. Ob Streuobstwiese im Großen bis hin zu Hecken oder Totholzstellen waren Anregungen für jeden Gartenbesitzer dabei, um das Artensterben zu verlangsamen oder vielleicht sogar zu beenden.

Aus den Händen von Manuela Pappenberger (links) sowie Bürgermeister Peter König und Oliver Becher (von rechts) nahm Ottilie Heidl die Urkunde zur Ernennung als Ehrenvorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Neusorg entgegen.
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