05.05.2020 - 14:38 Uhr
NeusorgOberpfalz

Planänderungen für offene Ganztagsschule Neusorg

Neue Planänderungen lassen die Kosten für den Umbau zur offenen Ganztagsschule in Neusorg steigen. Dennoch stimmen die Räte einhellig zu, da sie dadurch den Schulstandort gesichert sehen - wohnortnah und zukunftsorientiert.

Die Grundschule des Fichtelnaabtalschulverbandes in Neusorg soll zur offenen Ganztagsschule ausgebaut werden. Hierzu gab es nun Änderungen von Seiten der Regierung bei den Plänen, die Mehrkosten zur Folge haben.
von Oliver BecherProfil

Ausgewichen sind die Gemeinderatsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung angesichts Corona vom Rathaus Neusorg in die Rektor-Haindl-Aula. In der Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Peter König, der zugleich Architekt Günther Lenk vertrat, die Änderungen bezüglich des Ausbaus der Grund- zur Ganztagsschule in Neusorg vor. Diese Änderungen hat nun nach der Planeingabe von Seiten der Gemeinde und des Schulverbandes die Regierung eingepflegt. Es entstehen deutliche Mehrkosten für alle Gemeinden, die im Schulverband Fichtelnaabtalschule vertreten sind.

Die Säulen des Ausbaues zur Ganztagsschule umfassen den großen Bereich der Barrierefreiheit, den erweiterten Umgriff des Schulgeländes mit Ausbau der Spielplatzes, das grüne Klassenzimmer sowie die Umgestaltung des Raumkonzeptes zu einer Mensa.

Im Obergeschoss müssen laut Bürgermeister keine Räume geändert werden. Wegen der Barrierefreiheit wird an und in das bestehende Gebäude ein alle Ebenen anfahrender Aufzug nötig und eingebaut. Auch der Übergang auf der Galerie der Aula wird angepasst. Neu hinzu kommt im Erdgeschoss auch ein behindertengerechtes WC, das nun seinen endgültigen Platz im Bereich des Gangs des nordwestlichen Versorgungsgangs findet, direkt im Anschluss an die Büroräume der Schulleitung. Der darunter befindliche Kriechkeller dient hierbei bestens der Ab- und Zuführung von Ver- und Entsorgungsleitungen, stellte der Bürgermeister fest. Damit erübrige sich ein zusätzlicher Anbau an bestehende Toilettenanlagen, wie ursprünglich geplant.

Darüber hinaus forderte die Regierung weiter, die Durchfahrt des Innenhofes mit einem Rollstuhl zu ermöglichen. Somit müsste der Innenhof durch zwei behindertengerechte Türen und Schwellen ergänzt werden. Eine weitere behindertengerechte Anbindung an das geplante Grüne Klassenzimmer sei ebenso nötig. Damit ermögliche man einen kurzen Weg über den Innenhof hin zum Grünen Klassenzimmer, ohne das Haus durchqueren zu müssen.

Im Untergeschoss, in dem die Mensa als zentrales Element in die umstrukturierte Schulküche Einzug hält, bedarf es ebenfalls entsprechender Änderungen. Bezüglich der hygienischen Vorschriften wird hier ein klar getrennter Essens- und Rückgabeweg erkennbar sein. Dazu müssen die Schüler auf unterschiedlichen Wegen die Mensa betreten und verlassen können. Dafür ist der Durchbruch einer Tür in den Raum als zusätzlicher Eingang notwendig. Die Essensausgabe erfolgt über eine Anrichte mit einer Glasscheibe als Infektionsschutzmaßnahme. Die Geschirrrückgabe erfolgt kurz vor dem Ausgang. Auch die Fluchtwege vor allem für Rollstuhlfahrer mussten im Untergeschoss überdacht werden. Dazu wird ebenfalls in der Mensa ein Fenster der Außenfront in südlicher Richtung zu einer entsprechenden Fluchttür mit behindertengerechtem Ausgang.

Wie Peter König weiter ausführte, seien die Pläne für den Spielplatzumbau auf zwei Lose aufgeteilt worden: einmal die Tiefbauarbeiten und im zweiten Los die Vergabe der Gerätschaften. Hier hoffe er, dass die Vergabe am 25. Mai stattfinden könne. Im Rahmen einer Eilentscheidung ohne Beschluss gab der Bürgermeister den Bauantrag zur Umnutzung weiter an das Landratsamt Tirschenreuth und die Planänderungen entsprechend an die Regierung der Oberpfalz, mit der Voraussetzung eines positiven Beschlusses des Gemeinderates. König begründete sein Handeln mit der zeitlichen Knappheit. Letztendlich steigern sich die geplanten Kosten vom Oktober 2019 in Höhe von 905.845,85 Euro ohne Aussttattung (diese trägt der Schulverband) auf jetzt 1.109.495,10 Euro. Der Bürgermeister führte dazu aus, dass die ursprünglich veranschlagten Baunebenkosten mit 18 Prozent nicht ausreichend kalkuliert seien. Wie von Statiker und Architekt bestätigt, seien diese Kosten aktuell mit Sicherheit höher und seien mit 66.705 Euro als nicht zuwendungsfähige Kosten mit einzuplanen.

Bei der Überrechnung der neuen Kosten und der anteilsmäßigen Aufteilung der Mitgliedsgemeinden im Schulverband ergeben sich für die Gemeinde Neusorg jetzt Kosten in Höhe von 170.984,28 Euro. Dies entspreche einer Kostensteigerung von insgesamt 21.129,26 Euro.

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