Neusorg. (öt) Ein unscheinbares Schild am Rand der Quellenstraße 3 weist den Weg zu einen Rosengarten. Verborgen hinter einem Durchgang zwischen Wohnhaus und Schuppen eröffnet sich dem Besucher derzeit ein wahres Blumenmeer.
Märchenrosen, wie Schneewittchen oder Gebrüder Grimm, Strauchrosen Kolibri oder Rosen mit wohlklingenden Namen, wie Aloha, Soul oder Kir Royal, zählen zu den zahlreichen Arten in dem Areal. Und Rosenzüchter Michael Riedl, der durch die Blütenpracht führt, kennt sie alle beim Namen.
Die Farbenvielfalt erstreckt sich dabei von Rot über Weiß, leuchtendem Gelb bis Rosafarben, Lila und Aprikot. Eigentlich ist die Vielzahl der Blumenfarben gar nicht zu beschreiben. Rund 300 Rosen nennt Michael Riedl in seinem Garten sein Eigen. Auf etwa 600 Quadratmeter Fläche erblühen Strauch-, Edel- und Kletterrosen.
Eher unbewusst begann er vor zwölf Jahren mit der Rosenzucht. Damals kaufte er eine Rose und hatte große Freude an deren Blüten. Im Laufe der Jahre beschaffte er immer mehr unterschiedliche Sorten für seinen Garten. Inzwischen verfügt er über rund 200 Arten. Diese, so war von dem Hobbyzüchter zu erfahren, erwarb er nach und nach in Bau- und Gartenmärkten.
Doch das Ensemble schmücken nicht nur Rosen. Entlang der mit Randplatten und Sand oder mit Steinplatten ausgelegten Wege bereichern eine Sonnenuhr auf einem Steinpodest und antike Skulpturen den Garten. Ferner sorgen metallene Bögen für einen geordneten Wuchs der Kletterrosen.
Ein beruhigendes Plätschern in der idyllischen Gartenlandschaft verbreitet ein aus Backsteinen errichteter Brunnen mit einem Auslauf aus Tonpfannen. Natürlich fehlt auch eine hölzerne Bogenbrücke über den kleinen Gartenteich nicht.
Für ungestörten Genuss der Blütenpracht steht ferner eine von Kletterrosen umrahmte Gartenbank bereit. Zudem schuf sich Michael Riedl in einer Ecke des Gartens mit einer Mauer aus alten Ziegelsteinen einen Ort der Ruhe. Von dort hat er ungehinderten Blick auf seine Rosen, die auch die Grundstücksgrenze zum Nachbarn hin aufwerten.
Der Blumenzüchter gab gegenüber unserer Zeitung auch gerne Tipps über die Pflege der Rosenpracht. Die Kenntnisse zur erfolgreichen Rosenzucht habe er sich nach seinen Worten im Laufe der Jahre selbst angeeignet. Dabei musste er auch aus Rückschlägen lernen.
Im Frühjahr sollten die Rosen bis auf 20 bis 30 Zentimeter zurückgeschnitten und gedüngt werden. Nach dem ersten Austreiben im Frühjahr sei eine Spritzaktion gegen den Rosenrost erforderlich. Der Blumenzüchter empfahl abgeblühte Blüten abzuschneiden, damit die Pflanze Kraft für die neuen Blüten entwickeln kann.
Ansonsten beschrieb Michael Riedl die Pflege der Rosen als problemlos. Nur im Sommer bei absoluter Trockenheit werde eine zusätzliche Bewässerung erforderlich. Im Herbst empfahl er die Rosen zurückzuschneiden, um Schneebruch zu vermeiden. Empfindliche Sorten sollten mit Stroh vor dem Frost geschützt werden.

















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