21.10.2019 - 11:21 Uhr
NeusorgOberpfalz

Sauerkraut nach Uromas Art selbst gemacht

Die SPD-Frauen Neusorg machen mit den Bewohnern des Senioren-Servicehauses Sauerkraut.

Blick in den Saal des Senioren-Servicehauses; rechts neben der Säule: Waltraud König.
von Autor DENProfil

Da wurden bei manchem Kindheitserinnerungen wach, als sich die AsF-Damen, die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Neusorg und die Bewohner des Senioren-Servicehauses zu einer gemeinsamen Aktion und einer fast vergessenen Tradition im Speisesaal einfanden. Eine riesige Reibe und ein großes Fass wurden bereitgestellt und bevor sich die Frauen und Männer an die Arbeit machten, ging Waltraud König, ausgerüstet mit Schürze und Kopftuch, zunächst auf einige geschichtliche Fakten ein. So erklärte sie, dass viele Forschungsreisende der Weltmeere, Piraten und andere Seeleute an der Vitamin-C-Mangelernährung gelitten hätten und oftmals an Skorbut gestorben seien, bis der Arzt James Lind im 18. Jahrhundert ein einfaches wie probates Hilfsmittel gefunden habe, das bereits im alten Rom, antiken Griechenland und chinesischen Kaiserreich bekannt gewesen sei: das Sauerkraut.

Zu diesem sollten 15 Weißkohlköpfe anschließend verarbeitet werden. Schnell waren die Aufgaben verteilt: das Halbieren der Kohlköpfe und Entfernen der Strünke, das Hobeln, Umfüllen und Stampfen, das der Vorsitzende Robert König und seine Stellvertreter Anton Buschette und Michael König übernahmen. Mit Karotten, etwas Wein, Salz, Lorbeerblättern, Kümmel und Wacholderbeeren gewürzt wird das Kraut nun circa sechs bis acht Wochen lang kühl gelagert und soll dann nach dem alljährlichen Christbaumschmücken im Seniorenheim, das vor allem die Damen des SPD-Ortsvereins mit den Bewohnern im Dezember übernehmen, ganz traditionell mit Fleisch und Würsten verzehrt werden.

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