01.04.2019 - 15:32 Uhr
NeusorgOberpfalz

Tomate, Gurke, Paprika

Über Fruchtgemüse sprach in der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neusorg Thomas Gruber von der örtlichen Gärtnerei Förth.

Zahlreiche Informationen über Fruchtgemüse gab Thomas Gruber von der Neusorger Gärtnerei Förth in seinem informativen Vortrag.
von Autor ÖTProfil

Dabei ging er besonders auf die Tomate, Gurke und die Paprika ein. Alle Pflanzen benötigen lebenswichtige Nährstoffe. Als wichtige stellte der Referent Wasser, Stickstoff, Phosphor und Kalium heraus. Weiter sprach er von mineralischen Dünger als Nährstoffdünger und von organischen Dünger als Mist oder Kompost. Mineraldünger bestehe aus Nährsalzen, Granulaten und Langzeitdünger. Er sei sofort pflanzlich verfügbar. Organischer besitze dagegen eine feste Form und entfalte seine Wirkung langsam. Gleichzeitig ordnete Gruber die wichtigsten Nährstoffe entsprechend ihrer Wirkung auf die Pflanzen ein. Stickstoff sorge für vegetatives Wachstum, Phosphor für Blüten- und Samenbildung und Kalium sei verantwortlich für Frosthärte und besserer Haltbarkeit. Er erwähnte auch die Nährsalze sowie Blaukorn. Auf allen Düngern seien in Prozentangaben die entsprechenden Anteile aufgezeigt. In seinen weiteren Ausführungen ging der Gärtner auf die Tomate ein. Diese komme Ende Februar bis März zur Aussaat. Während der Keimdauer von sieben bis 14 Tagen dürfe die Temperatur nicht unter 20 Grad fallen. Die Blütezeit erreiche die Pflanze von Juni bis September. Sie besitze einen hohen Nährstoffbedarf und sei kalibetont. Weiter stellte er verschiedene Wuchsformen vor. Wenn erste richtige Blätter zu sehen sind, sollte die Tomate pikiert werden. Das Umtopfen könne nach vier Wochen erfolgen. Die Tomate gelte es vor Frost zu schützen. Als Tipp gab Thomas Gruber die Pflanze durch Schütteln zu bestäuben und die unteren Blätter zu entfernen. Möglich sei auch ein mehrtriebiges Ziehen der Tomatenpflanze. Ab August sollte sie jedoch eingekürzt werden. Häufige Krankheiten sind meist im Sommer die Braunfäule als pilzlicher Erreger und der Grünkragen, eine physiologische Störung. Durch unregelmäßiges Wässern können die Früchte platzen. Der Blütenfäule, verursacht durch Calciummangel, könne der Gartenfreund mit vorbeugendem Kalken entgegengewirken. Die Gurke sollte von März bis Mai ausgesät werden. Sie benötige etwa sechs Wochen bis zur Pflanze. Unterschieden werden könne zwischen Salatgurke, der im Freiland wachsenden Bauerngurke und der Einlegegurke. Die veredelte Gurke sei resistent gegen die Welkkrankheit, besitze schnelleres Wachstum und vertrage kühlere Temperaturen. Weibliche Pflanzen bringen mehr Erträge, betonte der Referent. Beim Austreiben sollte jede zweite Gurke entfernt werden. Ferner gelte es Gurken früh morgens zu ernten. Gegen Schädlinge wie die Spinnmilbe helfe es die Blätter von unten mit Wasser zu benetzen oder die biologische Bekämpfung mit Raubmilben. Die Paprika als mild gezüchteter Chili sollte von Februar bis März ausgesät werden. Sie gebe es in verschiedenen Formen und Sorten. Die Pflanzen besitzen eine längere Kulturzeit und lieben warme Erde. Die Königsblüte sollte entfernt werden. An der Paprika treten oft Läuse auf. Davon gebe es rund 3 000 Arten. Zur Bekämpfung bieten sich chemische oder systemische Mittel an, die jedoch von der Pflanze aufgenommen werden. Anders sei es mit Kontaktmitteln bei denen nur die Laus erfasst wird. Eine rückstandsfreie Alternative bilde der biologische Pflanzenschutz mit Schlupfwespen, Florfliege und Marienkäfer. OGV-Vorsitzender Oliver Becher dankte Gärtner Thomas Gruber für seine interessanten Ausführungen zum Thema Fruchtgemüse und überreichte ihm dafür ein Geschenk.

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