05.04.2021 - 10:17 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Alte Obstsorten für den "Kulmblick": Streuobstwiese in Neustadt am Kulm bekommt Zuwachs

Am Rande des Baugebiets "Kulmblick" in Neustadt am Kulm entsteht eine Streuobstwiese. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) pflanzen dort ganz besondere Bäume.

Die Streuobstwiese am neuen Wohngebiet "Kulmblick" wird um weitere acht Obstbäume von alten Obstsorten aus der Region um den Rauhen Kulm erweitert. An der Pflanzaktion beteiligt sind: (von links) Hermann Preißinger, Elisabeth Haberberger, Norbert Pühl, Manfred Höllering, Bürgermeister Wolfgang Haberberger, Helmut Schäffler und André Dietrich.
von Autor OWProfil

Schon im vergangenen Herbst hatte der OGV vier Obstbäume im Grüngürtel am Rande der neuen Wohnsiedlung gepflanzt. Diese hatte der Schirmherr des Almabtriebs 2019, Ely Eibisch, spendiert. Jetzt pflanzten Aktive des Vereins dort weitere acht Obstbäume sowie einen Baum im Hof der alten Schule – unter Einhaltung der Abstandsregeln, wie OGV-Vorsitzender André Dietrich betonte.

Norbert Pühl, der Besitzer der Feinbrennerei am Culm in Filchendorf, hatte diesmal dem Verein die Obstbäume kostenlos überlassen. Dabei handelt es sich um besondere Bäume: Es seien Exemplare von alten Obstsorten aus der Region um den Rauhen Kulm, erläuterte Pühl.

Er hatte Edelreiser geschnitten und sie einer Baumschule aus der Region zum Veredeln überlassen. Jetzt haben die Hochstämme die richtige Größe und werden in ihrer Herkunftsregion wieder eingepflanzt. Pühl betonte, dass ihm der Erhalt der alten Sorten und der alten Streuobstbestände um den Kulm am Herzen liege.

Fünf der Bäume stammen von seinem alten Birnbaum aus Filchendorf ab. Die Sorte heißt „Kleine Markgräfin“. Die relativ kleinen Birnen beginnen Ende August zu reifen. Die Früchte haben einen ausgeprägten Geschmack und ein besonderes gutes Aroma. Sie eignen sich daher sehr gut für einen sortenreinen Birnenbrand. Mindestens zwei Zentner Früchte sollte für einen Brennvorgang vorhanden sein, dann rentiere sich das sortenreine Brennen, verriet der Experte.

Die neu angelegte Streuobstwiese wurde auch mit alten Apfelbaumsorten aus der Region bereichert. Die „Goldparmäne“ und der „Winterrambur“ wachsen jetzt auch am "Kulmblick".

Nach getaner Arbeit überraschte Bürgermeister Wolfgang Haberberger die fleißigen Helfer mit einem kleinen Umtrunk. Dafür hatte er eine besondere Neustädter Spezialität, einen „Stadtbrand“, mitgebracht. Die Früchte stammen von dem bunt verkleideten Apfelbaum am Stadtrand in Richtung Eschenbach bei der Abzweigung nach Filchendorf. Aus ihnen wurde in der Feinbrennerei am Culm ein naturbelassener Obstbrand mit rundem und weichem Geschmack destilliert.

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