02.05.2021 - 12:14 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Arbeiten an der Kreisstraße in Neustadt am Kulm gehen zügig voran

Seit gut einer Woche ist der Marktplatz von Neustadt am Kulm wieder eine Großbaustelle. Der Landkreis gibt dabei Gas: Bereits im Sommer soll die Ortsdurchfahrt der NEW 14 fertig sein.

Ein Drittel des Straßenkoffers ist bereits ausgebaggert und mit Granitschotter aus dem Fichtelgebirge verfüllt. Momentan wird das Erdreich bei der ersten Sichelkurve östlich des Kriegerdenkmals ausgehoben.
von Autor OWProfil

Die Tiefbaufirma Richard Schulz aus Pfreimd hat im Auftrag des Staatliches Bauamtes Amberg-Sulzbach für den Landkreis Neustadt/WN mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße NEW 14 begonnen. Wenige Tage später startete auch die Marktplatzsanierung der Stadt durch die Firma Bauer aus Thüringen.

Im Jahr 2017 hatten die Verantwortlichen von Landkreis und Kommune noch die Möglichkeit einer Ortsumgehung diskutiert. Doch diese Option wurde aus Kostengründen wieder verworfen.

Die jetzige Planung sieht einen leicht veränderten Straßenverlauf mitten durch das Ortszentrum vor. Durchschneidet die NEW 14 heute das Ortszentrum noch diagonal, wird die neue Ortsdurchfahrt mit einer veränderten Straßenführung für Verkehrsberuhigung sorgen.

Im Bereich östlich des Kriegerdenkmals sollen zwei überbreite Sichelkurven eine langsame Durchfahrt erzwingen. Von hier aus wird die Straße in Richtung Rathaus abgesenkt, um zu verhindern, dass bei Starkregen die angrenzenden Häuser in diesem Bereich mit Oberflächenwasser geflutet werden.

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Die Maßnahme des Landkreises umfasst eine Baulänge von 375 Meter. Circa 3000 Kubikmeter Erdreich werden bewegt. Dabei wird modernste Technik eingesetzt. Der Polier der Firma Schulz, Tobias Andraschko, erklärte, dass der Bagger, der die Haupttrasse vorantreibt, über eine GPS-Einrichtung gesteuert werde. Mit dieser Recheneinheit werde der Straßenkoffer gleich korrekt, das heißt ohne zusätzliches Nachmessen, hergestellt.

Mit dem Computer lasse sich genau ermitteln, wie tief der Bagger noch graben muss, erläuterte Andraschko. Über Sensoren, die sich an allen beweglichen Teilen der Maschine befinden, werden kontinuierlich Position und Stellung des Löffels berechnet. Diese Daten werden fortlaufend mit einem digitalen Baustellenplan verglichen, der auf einem Bordcomputer angezeigt wird und der die Soll-Tiefe der Grabungen angibt.

Die Breite der asphaltierten Fahrbahn zwischen den Bordkanten beträgt 6,50 Meter. Bei den Verbreiterungen der Straße im Bereich der Sichelkurven werden etwa 130 Quadratmeter Granitpflaster verlegt.

Gehwege oder sonstige Randbereiche an der Kreisstraße sind nicht im Arbeitsumfang enthalten. Diese gehören zum Baulos "Marktplatzsanierung" der Stadt und werden anschließend durch die Firma Bauer abgewickelt.

Während der gesamten Bauzeit ist die NEW 14 im Bereich des Marktplatzes für den Durchgangsverkehr gesperrt. Für die Anwohner wird je nach Baufortschritt eine Zufahrt ermöglicht. Die Arztpraxis im Rathaus wird stets erreichbar sein.

Der Polier der Firma Schulz, Tobias Andraschko (rechts), und Bürgermeister Wolfgang Haberberger überprüfen mit einer mobilen GPS-Einheit die Lage des neuen Straßenverlaufes. Vorher hatte ein mit einer GPS-Steuerung ausgerüsteter Bagger die Baugrube punktgenau ausgehoben.
Hintergrund:

Fertigstellung bereits im Sommer

  • Die Baukosten für die neue Ortsdurchfahrt belaufen sich auf 900.000 Euro.
  • Der Anteil der Stadt daran beträgt 110.000 Euro.
  • Laut Gerhard Kederer, dem zuständigen Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, ist die Fertigstellung des Projekts für den Sommer geplant. (ow)
Beim Aufreißen des Asphalts kommen jede Menge Basaltbrocken zu Tage. Mit diesen Kulmsteinen hatten die Neustädter in früheren Jahren den Untergrund des Ortszentrums befestigt. Im Hintergrund ist die Maschine mit der modernen GPS-Baggersteuerung zu sehen.

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