Neustadt am Kulm
23.10.2025 - 15:10 Uhr
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Dankbarer Blick zurück: Pfarrer Klausfelder aus Neustadt am Kulm wird 60

Seit vielen Jahren ist Hartmut Klausfelder Pfarrer in Neustadt am Kulm. Zum 60. Geburtstag blickt er auf seine Anfänge als Theologiestudent und Höhepunkte zurück - und plant neue Projekte, etwa ein Buch mit eigenen Texten.

Seit 2013 ist Pfarrer Hartmut Klausfelder Seelsorger der evangelischen Gemeinde in Neustadt am Kulm. Vor kurzem feierte er im Gemeindehaus mit vielen Gratulanten seinen 60. Geburtstag. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien blickt er auf seine Anfänge als Student und junger Pfarrer zurück. „Nach dem Abitur habe ich mich bewusst gegen eine Profikarriere als Musiker entschieden. Ich wollte immer mit Menschen zu tun haben, für die Menschen da sein“, erklärt Pfarrer Klausfelder.

Dem Theologiestudium war damals ein Praxisjahr vorgelagert. Die künftigen Seelsorger sollten auch das normale Leben kennenlernen. Hartmut Klausfelder hatte ein soziales Jahr im Kindergarten und in der häuslichen Krankenpflege absolviert. Darauf folgten die Studiengänge an den Universitäten Erlangen, Göttingen und Neuendettelsau. Der Uniwechsel sei typisch für das Studium in der Theologie. "Denn so lernt man die verschiedenen Theologischen Sichtweisen kennen“, sagt er.

Intensive Familienzeit

Das Lehrvikariat absolvierte Klausfelder in der Gemeinde Unterasbach im Landkreis Fürth. Danach folgte ein kirchliches Examen, das die Zeit des Pfarrers zur Anstellung (ZA) in Gefrees einläutete. Im Herbst 1998 ging es in Bad Berneck weiter, wo Pfarrer Klausfelder in Dekan Manfred Berthold einen wertvollen Wegbegleiter und väterlichen Freund fand. „In Bad Berneck kam das jüngste unserer drei Kinder zur Welt“, verrät Klausfelder. „Dort erlebten wir unsere intensivste Familienzeit." Hier entstand seine Leidenschaft für die Kindergottesdienst- und Jugendarbeit. Klausfelder war auch viele Jahre Vorsitzender im Bayerischen Landesverband für Kindergottesdienst der evangelischen Kirche.

2006 zog die Familie nach Bad Alexandersbad im Fichtelgebirge. Seit 2013 hat Pfarrer Klausfelder nun die Pfarrstelle in Neustadt am Kulm inne. Er bedauerte, dass die Seelsorge immer mehr in den Hintergrund tritt. "Als Pfarrer ist man auch ein Manager mit zeitraubenden Aufgaben in der Geschäftsführung und der Gebäudeverwaltung."

Als die benachbarte Kirchengemeinde Wirbenz plötzlich verwaist war, bat ihn das Dekanat zwei Tage vor Weihnachten, übergangsweise die Pfarramtsführung zu übernehmen. Für Klausfelder begann eine sehr belastende Zeit mit über 11 zu betreuenden Gebäuden und aufgewühlten Gemeindegliedern.

Dankbar für Unterstützung

Pfarrerin Kathrin Spies sei damals mit ihrer halben Pfarrstelle eine tolle Hilfe in der Wirbenzer Gemeindearbeit gewesen. "Ohne sie und die Unterstützung von Ulrike Weich, der Architektin in der Verwaltungsstelle Sulzbach-Weiden, wäre diese Mammutaufgabe damals nicht zu bewältigen gewesen“, erzählt er dankbar. „Auch das vertrauensvolle Verhältnis zu Dekan Thomas Guba und der Zusammenhalt im Kollegenkreis hat mich gestärkt.“ Mit einem gemeinsamen Pfarrbüro in Neustadt am Kulm wurde die Situation leichter.

2021 wurde Hartmut Klausfelder zum Senior des Pfarrkapitels gewählt. „Das ist quasi der Klassensprecher der Pfarrerschaft“, erklärt er sein neues Amt, für das er den Landesvorsitz der „Kirche mit Kindern“ schweren Herzens aufgegeben hat. Es ist eine Aufgabe mit mehr Leitungs- und Vertrauensanteilen im Dekanat. „Ich vertrete auch auf Dekanatsebene das Wohlergehen und die Rechte der Pfarrerschaft“, betont er.

Seit September 2025 gestaltet er mit Pfarrerin Kathrin Spies ein neues Teilzeitmodell, das sogenannte Senior-Junior-Modell. Darin gibt er eine Viertelstelle an die jüngere Kollegin ab. „Bei ganz klarer Aufteilung der Aufgaben kann ich mich wieder mehr um die Menschen kümmern und darf nach den anstrengenden Jahren ein wenig verschnaufen, ohne dass die Gemeinde etwas vermissen muss." Auf in den nächsten Jahre will er für die Menschen da sein. "Und vielleicht fasse ich meine Gedichte und Texte in einem Buch zusammen“, überlegt er.

Hintergrund:

Beruflicher Werdegang

  • Abitur 1985
  • Studium der Theologie in Erlangen, Göttingen und Neuendettelsau
  • Abschlussexamen im Herbst 1992
  • Bis 1995 Lehrvikariat in Oberasbach/Unterasbach, Landkreis Fürth mit Blockkursen im Predigerseminar in Neuendettelsau mit abschließendem kirchlichem Examen
  • 1995 bis 1998 Pfarrer zur Anstellung in Gefrees
  • 1998 bis 2006 Pfarrer in Bad Berneck
  • 2006 bis 2013 Pfarrer in Bad Alexandersbad
  • Seit 2013 Pfarrer in Neustadt am Kulm
  • Seit 2021 Senior im Dekanatsgebiet Weiden, jetzt Cham - Sulzbach-Rosenberg - Weiden
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