14.05.2020 - 10:54 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

"Krise nutzen, um Gutes zu schaffen“

Bürgermeister Wolfgang Haberberger freut es, dass vier Frauen im Stadtparlament von Neustadt am Kulm vertreten sind. „Frauen können oft Krisen besser meistern“, betont er schelmisch gegenüber seinen männlichen Kollegen.

von Autor OWProfil

In seiner Antrittsrede in der konstituierenden Sitzung des Stadtrats warb Haberberger für eine gute Zusammenarbeit im neuen Stadtrat. "Momentan leben wir in einer unsicheren Zeit. Wir sollten uns aber nicht abhalten lassen, unsere Stadt weiter voranzubringen", machte er deutlich. Mit den Worten „Never waste a good crisis“, berief er sich dabei auf ein berühmtes Zitat. „Lasst uns die Krise nutzen, um daraus Gutes zu schaffen“, war sein Ratschlag.

Ein Thema, mit dem sich der neue Stadtrat in den nächsten Jahren auseinandersetzen muss, ist die Markplatzsanierung. Die nächsten Ausschreibungen werden zeigen, wo die finanziellen Belastungen hingingen, erklärte der Bürgermeister. Zum Glück habe die Stadt bereits eine Förderzusage von bis zu 7,2 Millionen Euro.

Als weiteres Projekt nannte das Stadtoberhaupt das Infozentrum Rauher Kulm. Bedingt durch die Coronakrise habe es hier weitere Verzögerungen gegeben, teilte Haberberger mit. Mit den Außenanlagen habe jetzt begonnen werden können.

Bei einigen Bereichen haben einige - auch ehemalige - Stadträte sogar selbst mit Hand angelegt. In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister Hermann Preißinger, Renate Fraunholz, Helmut Schäffler, Maria Sehnke, Renate Wiesent, Manfred Rix und Emil Bauer für ihre tatkräftige Hilfe.

Weitere große Themen der neuen Amtsperiode werden die Erstellung des Kernwegekonzeptes und die Neugestaltung des Vertrags zum Betrieb des Kindergartens sein, hob er hervor. Die derzeitige Krise zeige, dass für eine weitere Digitalisierung in der Verwaltungsgemeinschaft, aber auch in der Schule am Rauhen Kulm extremer Handlungsbedarf bestehe.

Als weiteren wichtigen Punkt sah Haberberger den Einstieg in die Dorferneuerung Mockersdorf und Umgebung an. Da die Anzahl der freien Plätze im neuen Baugebiet zu Ende gehe, werde die Planung weiterer Baugebiete ebenfalls notwendig sein.

Die Modernisierung der Feuerwehren und die Beseitigung von Leerständen am Marktplatz bezeichnete das Stadtoberhaupt als weitere Herausforderungen. Das kulturelle Leben liege derzeit mehr als brach, und das ausgerechnet im Jahr des Stadtjubiläums, bedauerte Haberberger. Alle Jubiläumsfeiern mussten abgesagt werden. Er versprach, diese Veranstaltungen im nächsten Jahr nachzuholen. Dabei sollen die gleichen Termine im Jahresverlauf eingehalten werden.

Mit seinen Kollegen des Stadtrates wünschte er sich viele persönliche Gespräche auch außerhalb des Sitzungssaales. So könne wertvolle Sitzungszeit für wichtige Entscheidungen gewonnen werden und gleichzeitig könnten kleine Probleme schon im Vorfeld gelöst werden.

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