Neustadt am Kulm
02.02.2026 - 13:11 Uhr

Der Kulm-Schinken lockte viele Besucher in den Buruckersaal

Die Kulmkicker sind um gute Einfälle nie verlegen. Zusammen mit ihren Fußballfreunden des FC Tremmersdorf organisieren sie alljährlich ein Schinkenfest. Für die Kulmstädter und weit darüber hinaus ist dies ein kulinarischer Höhepunkt.

Ausnahmezustand herrschte am Samstagabend im Buruckersaal in Neustadt am Kulm. Zusammenrücken war bei über 200 Besuchern angesagt. Unter dem Motto „Schinken gut, alles gut“ sorgte eine Kulm-Spezialität für gute Laune. Die drei Mannschaften, für gewöhnlich auf dem grünen Rasen auftrumpfend, bewährten sich beim Schinkenfest auch als Gastgeber eines besonderen Events. Die Fußballer hatten alle Hände voll zu tun, um die Nachfrage nach dem heimischen Produkt zu bewältigen. Die hauchdünnen Scheiben des milden „Kulm-Schinkens“ waren wieder der große Renner.

Dabei handelt es sich um eine Delikatesse, die lange reifen muss. Mit viel Leidenschaft und Fachwissen stellt Hans-Jürgen Schindler diese her. „Hannis“ Geselchtes, serviert mit frischem Bauernbrot, ist einmalig, bestätigten am Samstagabend die zahlreichen Besucher. Beim Bauernschmaus mit einem Aroma zum Dahinschmelzen spielte am Samstagabend wenigstens symbolisch auch „Omas Wurstschneide“ von Elfriede Dollhopf, ein Utensil aus der ehemaligen Metzgerei, eine Rolle. Symbolträchtig von Lukas Schindler hauchdünn aufgeschnitten, wurde schon dieses Prozedere zum Hingucker. „Es geht mir darum, schon beim sachgerechten Aufschneiden und Präsentieren den Appetit der Gäste zu wecken“, erklärte der Spezialist an der Schneide augenzwinkernd.

Die gastgebenden Kicker lockten auch mit weiteren Schmankerln: Hannis Geräuchertes mit Bergkäse, Stadtwurst mit Musik, Schweizer Wurstsalat oder eine gemischte Käseplatte – die Brotzeitangebote waren reichlich. Zum Geräucherten kam Flüssiges: Gerstensaft vom Fass, hell oder dunkel, und Hochprozentiges von der örtlichen Culm-Feinbrennerei. Es triumphierte das Schlemmen und Genießen, begleitet von urigen Volksmusikklängen der „Zünftigen“.

 
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