20.02.2020 - 11:02 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Kulmstädter Stadtrat genehmigt Gestaltungsfibel

Die Stadt will für den Erhalt der markanten Bausubstanz am Marktplatz ein kommunales Förderprogramm auflegen. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde die Grundlage dafür geschaffen. Mit einer Gestaltungsfibel wird den Bauwilligen ein Leitfaden zur Sanierung gegeben.
von Autor OWProfil

Nach mehreren Anläufen hat der Stadtrat bei drei Gegenstimmen eine Gestaltungsfibel für die anliegenden Grundstücke des Marktplatzes beschlossen. Anhand von Beispielen wird hierin beschrieben, wie die historische Substanz des Stadtzentrums erhalten werden soll. Sie dient auch als Grundlage zur Durchführung des kommunalen Förderprogramms, mit dem private Sanierungsmaßnahmen gefördert werden können.

Grünes Licht

Die zuständigen Behörden von der Regierung und dem Landratsamt haben nun grünes Licht für das Regelwerk gegeben, informierte Bürgermeister Wolfgang Haberberger. Er berichtete auch, dass bereits fünf Grundstückseigentümer ihr Interesse an einer entsprechenden Sanierung ihrer Liegenschaft signalisiert haben. „Diese Bürger brauchen Planungssicherheit“, erklärte das Stadtoberhaupt. Bis auf Maria Sehnke (BL-NBZ) war sich das Gremium einig, dass die Gestaltungsfibel notwendig ist, da sie die Voraussetzung für das beabsichtigte Förderprogramm ist.

Die Stadt will für den Erhalt der markanten Bausubstanz am Marktplatz ein kommunales Förderprogramm auflegen. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde die Grundlage dafür geschaffen. Mit einer Gestaltungsfibel wird den Bauwilligen ein Leitfaden zur Sanierung gegeben.

Maria Sehnke, die selbst Anliegerin am Marktplatz ist, lehnt die Vorgaben der Fibel ab. Sie wies darauf hin, dass einerseits der Staat den Bürger zum Klimaschutz auffordere, andererseits verbietet das städtische Regelwerk den Einbau von Solaranlagen auf den Dächern. Ebenso störe sie der Zwang zum Einbau von Holzfester oder Holztüren, was bei einer alten Bausubstanz immer wieder zu Problemen führt. Helmut Schäffler (BL-NBZ) und Andreas Pecher stimmten gegen die Vorlage, da in dieser der Geltungsbereich nur für die Markplatzanrainer festgelegt ist. Sie wollen die gesamte Altstadt mit erfasst haben. Einig waren sich die restlichen Mitglieder des Stadtrates, dass falls erforderlich, der Geltungsbereich auch später geändert werden kann.

Einstimmig beschloss der Stadtrat, dass für jedes neugeborene Kind in der Kulmstadt ein Baum gepflanzt werden soll. An den Rändern des Baugebietes Kulmblick stehen dafür Flächen zur Verfügung. Die Pflanzaktion soll mit dem Obst- und Gartenbauverein und der Unteren Naturschutzbehörde koordiniert werden.

Spatenstich Anfang März

Dem Antrag zur Errichtung eines Wochenendhauses auf der Flurnummer 378 (südöstlich des Kleinen Kulms) erteilte das Gremium einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Beim Tagesordnungspunkt „Bekanntgabe der von der Geheimhaltung befreiten Beschlüsse“ informierte der Bürgermeister, dass die Arbeiten für die Oberflächenentwässerung mit einer Bausumme von 1,850 Millionen Euro vergeben wurden. Am 3. März erfolgt um 14 Uhr der Spatenstich. In Kürze werden die Bürger über die Vorgehensweise der Baufirma durch den Kulmboten informiert.

Für fast 10.000 Euro genehmigte die Gemeinde den Kauf von neuen Schutzanzügen für die Feuerwehren. 27.000 Euro kosteten die neuen Küchenmöbel mit den dazugehörigen Elektrogräten für das Infozentrum Rauher Kulm. Der Fliesenleger hat inzwischen seine Arbeiten beendet. Die Gastro- und Sitzmöbel werden am 7. März geliefert. Für den Betrieb dieses Objektes sucht die Gemeinde einen Pächter und hat deswegen entsprechend Anzeigen in den Tageszeitungen geschaltet.

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