21.08.2018 - 10:06 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Naturdenkmal leidet

Auch vor dem Rauhen Kulm macht der Wassermangel nicht halt. Schon aus der Ferne sieht man die braune Bergspitze.

Deutschlands schönstes Naturwunder 2013 leidet. Die Bäume auf der Spitze des ehemaligen Vulkans grüßen bereits vertrocknet braun herab. Hoffentlich erholen sie sich.
von C. & W. RupprechtProfil

(rpp) Überall in der Natur ist derzeit der Wassermangel deutlich sichtbar. Rasenflächen und Wiesen sind braun versteppt. Der Mais verliert täglich mehr Grün und ist auf manchen Feldern schon ganz vertrocknet - und auch vor dem Rauhen Kulm macht der Wassermangel nicht halt. Schon aus der Ferne sieht man die braune Bergspitze. Noch schlimmer trifft es Gärten und Bereiche, die mit Steinen verziert sind. Die Steine heizen sich auf und strahlen zusätzlich Hitze ab, vermindern die Luftfeuchtigkeit und geben die gespeicherte Wärme sogar noch in der Nacht ab. Das bedeutet zusätzlichen Stress für die Pflanzen.

Auch auf dem Rauhen Kulm ist das zu beobachten. Die Laubbäume auf der Bergspitze tragen bereits ihr Herbstlaub oder nur noch braune Blätter. Sie stehen auf Vulkangestein mit wenig Humus und haben bei der anhaltenden Hitze weniger Chancen als ihre Verwandten im Tal. Zusätzlich strahlt das dunkle Gestein des Basaltfeldes weitere Hitze ab.Einheimische betonen immer wieder, dass der Kulm das Wetter scheidet: Der Berg scheint die Luftmassen zu beeinflussen, so dass der Regen eher nach Kemnath als nach Kastl und Umgebung zieht.

Anscheinend blieb in diesem heißen Sommer für den Berg selbst auch zu wenig Regen übrig. Bleibt zu hoffen, dass den Bäumen genug Kraftreserven bleiben, um im nächsten Frühjahr wieder auszutreiben.

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