08.10.2018 - 15:03 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Rekordbesuch beim Almabtrieb vom Kulm

Riesiger Andrang am Kulm: Der 8. Almabtrieb in Neustadt lockt rund 2500 Besucher in die Kulmstadt. Die acht Ziegen kommen schließlich auch sicher am Marktplatz an.

von Werner WalterProfil

(ww) Die Sonne lachte vom Himmel und die Organisatoren der 8. Auflage des Almabtriebs zum Abschluss des Weidejahres der Ziegen auf dem Kleinen Kulm strahlten um die Wette. Die Veranstaltung wurde zum vollen Erfolg. Schon am Vormittag als die Fieranten noch mit dem Aufbau ihrer Stände beschäftigt waren, strömten die ersten Besucher von allen Seiten auf den Marktplatz. Nach ersten Schätzungen ist es wohl ein neuer Besucherrekord. Mindestens 2500 Besucher warteten entlang der Straße vom Kleinen Kulm und auf dem Festplatz auf die Ziegen.

Die Besucher kamen nicht nur aus der Region in die Kulmstadt, sondern reisten auch aus Regensburg, Bamberg oder Nürnberg an. Auf dem unteren Marktplatz waren über 40 Stände sowie Buden, Pavillons und Zelte mit großem Angebot aufgebaut. Angeboten wurden hier Produkte zum Verzehren, Verarbeiten oder zum Dekorieren aus der Region. Filz- und Bastelarbeiten, Schnitzereien, Kräutern und Gewürzen, Edelstahlprodukte und Drechselarbeiten ergänzten den Markt.

Besonders reichhaltig war in diesem Jahr das kulinarische Angebot. Die Schmankerln reichten vom Wildschwein und Spanferkel über geräucherte Fischspezialitäten bis hin zu Bio-Burger und Grillfleisch. Mit einem Weinstand und Brotzeiten warteten die Österreicher aus Moggersdorf, Partnergemeinde von Mockersdorf, auf. Am Nachmittag sorgte der Obst- und Gartenbauverein für Kaffee und Kuchen. Der Andrang war riesig, denn bis zum Spätnachmittag war es ausverkauft. Lediglich 45 Minuten dauerte es, bis am Grillstand das Wildschwein und das Spanferkel aus war. Am frühen Abend waren dann auch alle Bratwürste, Steaks und Fischspezialitäten ausverkauft.

Währenddessen wurden auf dem kleinen Kulm die letzten Vorbereitungen für den Almabtrieb getroffen. Monika Miedel und Pamela Walter verpassten den acht Ziegen ihren Kopfschmuck mit Blumen und Glocken. Die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf mit Heinz Schmidt, Gerhard Kreuzer, Ernst Eibisch, Regina Ullmann und Maria Seidl sowie die Männergesangvereine "Kulmianer" aus Neustadt am Kulm und Trabitz, unter der Leitung von Heinz Schmidt, begrüßten die Gäste musikalisch. Seine kurze Andacht hatte Pfarrer Hartmut Klausfelder unter den Psalm 23, "Der Herr ist mein Hirte", gestellt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, Andre Dietrich, zogen die Tiere begleitet von den Musikanten Manfred Wilfling, Herbert Kiefer und Georg Lauss, vorbei an den vielen Zuschauern zum Markplatz. Mit im Zug waren auch Holunderkönigin Jana Schäffler, der Schirmherr der Veranstaltung, Georg Stahl, sowie MdL Tobias Reiß (CSU). Ein buntes Bild gaben dem Zug der Nachwuchs des Obst- und Gartenbauvereins, die "Stacheligen Kulmkids", alle in Lederhosen und Dirndl gekleidet.

Angeführt von Bürgermeister Wolfgang Haberberger folgten die acht meckernden Rasenmähern. Auf dem Festplatz angekommen, wurden die Tiere in ein Gatter geführt. Als Lohn für ihre fleißige Arbeit gab es für die Tiere frisches Obst und jede Menge Streicheleinheiten von den kleinen Festbesuchern. Bürgermeister Haberberger begrüßte die Gäste und dankte den Organisatoren und Helfern. Schirmherr Georg Stahl spendete eine Ziege.

Das weitere Rahmenprogramm sah zur Unterhaltung den Auftritt der Fichtenhornbläser vor. Es folgte die Tanzgruppe aus Plössen mit Rock'n Roll und Jazztanz unter der Leitung von Reinhold Schmidt. Abwechslung brachten die Schlecherer Goaßlschnalzer in das Programm. Für richtige "Wiesn-Stimmung" sorgten schließlich die Weinwallfahrer unter der Leitung von Jürgen Gebhardt und Wolfgang Plössner.

Auf dem Kunst- und Handwerkermarkt kam auch das "Nicht-Essbare gut an. Die 40 Anbieterstände waren stets gut belagert. Bewundert wurde der Stand der "Stacheligen Kulmkids", mit ihrem breitgefächerten Angebot. Monika Klausfelder stellte mit weiteren zwei Damen am Spinnrad ein seltenes Handwerk vor. Im Stand daneben bot Torsten Fischer medizinische Schaffelle. Auch viele Bilder aus Neustadt am Kulm und Umgebung wurden verkauft. Sehr zufrieden waren die Veranstalter vom Obst- und Gartenbauverein. Mit dem hervorragenden Besuch wurden alle Erwartungen übertroffen.

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