Zwölf Jahre ist es inzwischen her, dass ein Gelöbnis auf dem Neustädter Stadtplatz stattfand. Nun zur 800-Jahr-Feier der Stadt machten es die guten Verbindungen von Stadtrat Wolfgang Schwarz (er diente bis vor kurzem bei der Bundeswehr) möglich, dass diese eindrucksvolle Zeremonie in Neustadt durchgeführt wurde.
Bereits um 14 Uhr feierte der evangelische Militärpfarrer Gunther Nagel in der Stadtpfarrkirche St. Georg einen Gottesdienst.
Die Zufahrt zum Stadtplatz war durch Fahrzeuge abgesichert und zahlreiche Sicherheitskräfte waren vorsorglich in Position gegangen.
Die Kompanien des Bataillons sowie deren Ehrenzug mit den Truppenfahnen und die Rekruten hatten am Stadtplatz Aufstellung genommen, als das Luftwaffenmusikkorps aus Erfurt unter Leitung von Hauptmann Tobias Wunderle mit ihrem Einzug die Zeremonie eröffnete. Zunächst begrüßte Bürgermeister Rupert Troppmann neben den Ehrengästen Oberstleutnant Alexander Kolb sowie Oberstleutnant Holger Backhaus. Troppmann sprach von einer Wertschätzung, die den Soldaten entgegengebracht werden muss. „Der Schutz des Friedens und unserer Freiheit wird heute in ihre Hände gelegt.“
Stellvertretender Landrat Albert Nickl betonte, dass Frieden und Freiheit keine selbstverständlichen Geschenke seine. „Diese Werte müssen immer wieder neu erarbeitet werden. Dabei bedarf es wehrhafter Demokraten, die dafür einstehen. Sie übernehmen einen Dienst, der gefährlich, ja tödlich sein kann. Dafür gebührt ihnen allen unser großer Dank und unsere Anerkennung.“
Mit dem Gefreiten Deniz Wenz, dem Sprecher der Rekruten der Grundausbildung, kam auch ein Vertreter der Soldaten zu Wort, die an diesem Nachmittag im Mittelpunkt standen. Er zog ein kurzes Resümee der ersten acht Wochen de Grundausbildung. „Zusammenhalt, Disziplin, Mut und vor allem Kameradschaft, diese vier Tugenden haben wir in den letzten acht Wochen kennengelernt und vor allem verinnerlicht. Die Rekruten der Grundausbildung stehen heute voller Stolz vor ihnen.“
Der Kommandeur des Logistikbataillons, Oberstleutnant Alexander Kolb, dankte nicht nur der Stadt Neustadt für die Gastfreundschaft sondern auch den zahlreichen Gästen für ihr Einstehen für die Bundesrepublik Deutschland. Kolb erinnerte daran, wie es zum schrecklichen Ersten Weltkrieg kommen konnte, der der Grund allen kommenden Übels wurde. „Lassen Sie uns mit einem gesunden Patriotismus zusammen mit unseren Bündnispartner nach den Lösungen für die Probleme unserer Zeit suchen. Dabei brauchen wir bei diesem Begriff nicht zusammenzucken, denn ein gesunder Patriotismus ist für uns Deutsche durchaus angebracht. Präsident Macron hat es folgendermaßen formuliert: Patriotismus ist genau das Gegenteil von Nationalismus.“
Dann traten sechs Rekruten aus ihren Reihen hervor und marschierten zur Fahnenabordnung mit der Truppenfahne. Bei gesenkter Fahne leisteten sie stellvertretend für alle Rekruten den Eid. Nach dem Auszug waren alle Gäste zu einem Empfang in die Neustädter Stadthalle eingeladen.























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