05.06.2020 - 16:18 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

300 "Steinadler" sind gelandet

Am Stadtplatz in Neustadt ist gerade keiner. "Unter den Maibaum lege ich einen besonders schönen", sagt Stefan Merkl. Statt Training zu halten, verteilt der Regionalliga-Coach der DJK-Basketballer gerade bemalte Steine in der Region.

Bereits an die 300 Steine mit dem prägnanten Adler-Logo verteilen sich auf Neustadt, Weiden und viele weitere Landkreisgemeinden. Egal ob die Finder sie behalten oder wieder zurücklegen – ein Selfie mit Stein ist Pflicht.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Rund 300 Stück, farbenfroh verziert mit Logo der DJK Neustadt/WN oder Basketballsymbolik, sind schon verstreut. "Seit ein paar Wochen treffen wir uns donnerstags zum bemalen", so Merkl. "Die Steine hole ich in 20-Kilo-Eimern aus dem Baumarkt." Wir, das sind außer ihm noch Andrea Bierwirth, Sara Hennig, Kerem Erkan, Maja Mattausch und Simon Enzmann. Aus diesem Kreis ist die Idee dazu entstanden. Da die beiden letzteren die Steine zwar bemalen, aber nicht verteilen, können sie sogar bei der Steinejagd mitmachen.

Die schmucken Steine sind nicht nur in Neustadt, sondern auch in Weiden, Püchersreuth, Altenstadt, Windischeschenbach, Letzau und weiteren Gemeinden zu finden."Eben in allen Orten, aus denen unsere Spieler kommen", sagt Merkl. Die 15 Neustädter Basketballmannschaften sind eben echte Landkreisteams. Die "Steinadler" landen auf öffentlich zugänglichen und markanten Plätzen. Die Finder können sie behalten, zurücklegen oder an einem anderen Ort verstecken. Zuvor sollten sie aber ein Foto mit sich und dem Stein auf der Facebookseite der DJK-Korbjäger posten.

Mehr über die Aktion der Neustädter Basketballer

Der Hintergrund der Aktion geht über einen schlichten Werbefaktor hinaus: Trotz erster Lockerungen – die leistungssport-orientierten Teams starten gerade in die ersten reduzierten Trainingseinheiten – ist auch bei den Neustädter Basketballern noch viel Leerlauf. "Es geht darum, die Leute in Bewegung zu halten, wenn während Corona nur begrenzt trainiert werden kann", erläutert Merkl."So kommen sie an frische Luft." Und wie die auf der Facebook-Seite der Basketballer bereits geposteten dutzenden Finder-Fotos zeigen, ist es ein Spaß für ganze Familien. Unter allen Findern werden Preise wie Bälle und Trikots verlost. Der Wettbewerb soll laut Merkl noch zwei bis drei Wochen laufen. "Also eigentlich bis uns die Farbe ausgeht."

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