Neustadt an der Waldnaab
05.12.2019 - 15:25 Uhr

Ärger über Telekom und Vodafone

Trotz aller staatlichen Initiativen hapert es an einigen Stellen in der Stadt noch beim schnellen Internet. "Manche Häuser werden von der Telekom oder von Vodafone stiefmütterlich behandelt", klagt Bürgermeister Rupert Troppmann.

Zum privaten Surfen reichen die Übertragungsraten der Internetanbieter im Stadtgebiet – meistens zumindest. Aber nicht überall. Der Stadtrat drängt nun auf den Lückenschluss. Bild: gld
Zum privaten Surfen reichen die Übertragungsraten der Internetanbieter im Stadtgebiet – meistens zumindest. Aber nicht überall. Der Stadtrat drängt nun auf den Lückenschluss.

Er berichtete seinen Stadträten von einem Angebot, das auf Interesse stieß.

Die private Firma "Breitband Beratung Bayern" aus Neumarkt offeriert eine sogenannte Bitraten-Analyse. Das heißt, sie wertet für jeden einzelnen Haushalt die Geschwindigkeit aus, mit der die Daten tatsächlich übertragen werden. Mit diesen Fakten hat die Stadt später belastbare Argumente zur Hand, wenn es darum geht, weiße Flecken bei schnellen Leitungen gezielt beseitigen zu lassen - sei es gegenüber einem Telekommunikationsunternehmen oder gegenüber dem Freistaat, wenn der ein neues Förderprogramm auflegt.

Die Analyse kostet rund 20 000 Euro. Gut angelegtes Geld, finden die Fraktionen und stimmen ohne Ausnahme dafür.

Zu diesem Thema passt eine Anfrage von Franz Fleischmann aus der Bürgerversammlung. Er hat sich nach dem Glasfasernetz erkundigt. In diesem Zusammenhang gesteht Troppmann, dass er sauer auf die Telekom ist. Die hatte beim Bau des Stadtplatzes keine Glasfaserkabel in Leerrohre verlegt.

Diese können nun nachträglich in die Rohre eingeschossen werden. Dafür muss zwar offenbar nicht aufgegraben werden, ganz unaufwändig ist es trotzdem nicht. Die Telekom wird dies wohl nicht aus freien Stücken erledigen. Daher kommen für diese Maßnahme entweder ein Förderprogramm oder ein Privater infrage, der die Telekom beauftragt. Oder die Stadt vergibt den Auftrag.

Das bedeutet nicht, dass die Innenstadtbewohner bislang auf gute Internetverbindungen verzichten müssen. Um Filme zu streamen oder im Netz zu surfen, reichen die Übertragungsraten allemal. Problematischer ist es zum Beispiel, wenn ein Architekt mit großen Plänen am Rechner arbeitet oder mit CAD-Programmen hantiert. Dann geht ohne Glasfaser nichts.

 
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