Die Woche der Weltmission war Anlass für den Besuch des äthiopischen Kapuzinerpaters Abba Hailegabriel Meleku im Kloster St. Felix. Guardian Pater Stanislaus begrüßte ihn am Sonntag im Gottesdienst. "Als Kapuzinerpater ist er in unserer Kapuzinerkirche am richtigen Ort." Die Woche der Weltmission steht unter dem Motto "Glauben, leben, geben - Gott ist unsere Stärke."
In der Predigt ging der Gast aus Afrika auf das Tages-Evangelium ein. Dabei beanspruchten zwei Apostel den Platz neben Jesus. "Jeder der Jünger wollte die Stelle neben Jesus einnehmen, jeder wollte rechts oder links von ihm sitzen. Im Reich Gottes gehe es aber darum, dem Anderen einen Dienst zu erweisen, mahnte der Prediger. Wir würden im Himmel nicht auf hohen, bequemen Stühlen sitzen, vielmehr würden wir Wasser und ein Handtuch in den Händen halten, um anderen die Füße zu waschen." Gott sei es egal, was einer arbeite. Er könne Arzt sein, Tischler oder gar Minister, wichtig sei die Art, wie er den Beruf ausübe. "Erst wenn wir bereit sind, die Bedürfnisse der Anderen über unsere eigenen zu stellen, sind wir bereit, neben Jesus zu sitzen. Jesus hat uns hierzu sein ganzes Leben lang ein Beispiel geliefert", sagte der Kapuzinerpater. Der Menschensohn sei gekommen, um anderen zu dienen, nicht um zu herrschen. Zum Ende seiner nachdenklichen Worte betonte der Pater die wichtige Arbeit von Missio in Äthiopien zum Wohl der Menschen. Übersetzt wurde die Predigt in englischer Sprache von Katharina Hackmann aus Köln, die ein Praktikum bei Missio München absolviert.
Im Anschluss an die Messe waren die Gläubigen noch zum Lichtbildervortrag in der Kirche eingeladen. Dabei stellte der Gast seine Arbeit, die derzeitige Situation und Projekte in seinem Heimatland vor. Begleitet wurde er von Ruth Aigner, Fachstelle Weltkirche der Diözese Regensburg.













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