Ja, es ist eine staade Zeit und die Menschen sollten sich auf den Advent einlassen. Gerhard Röbl, Filialleiter in Neustadt, brachte es auf den Punkt. Abschalten und dem lauschen, was sein Vorgänger Bertram Erhardt nun schon seit Jahren organisiert. Es sind diese Momente, die einen innehalten lassen.
Mit Bertram Erhardt, dem Ex-Chef der Volksbank-Filiale Neustadt, ist ein Mann seit vielen Jahren mit diesem Thema beschäftigt, das ihm auch selbst viel bedeutet. Und das merkt das Publikum bei jedem Beitrag. Nicht nur seine Texte sind bewusst und gezielt ausgesucht, auch die Musikbeiträge passen stimmig zusammen. Da wechseln sich Instrumentalbeiträge mit Gesang ab, stellen Harfe und Bläsergruppe einen bewussten Kontrapunkt dar und da darf der Organist auch einmal zeigen, was in so einer Orgel eigentlich alles steckt.
In jedem Jahr werden andere Gruppen nach Neustadt eingeladen. Und dafür gibt es in der Region ein so großes Angebot, dass man immer wieder auf neue Gruppen oder Solisten zurückgreifen kann. Die drei Frauen vom „Trio Z´samm g´stimmt“ mit Rita Gleißner an der Zither waren an diesem Abend eher für die leisen, besinnlichen Weisen zuständig.
Die „Oberpfälzer Grenzgangmusik“, ein Ensemble, das gelegentlich die Grenzen überschreitet, war manches Mal überraschend. Da war es „andächtig“ beim „A-G-C Stückl“, kurz darauf konnten man beim „Perchtentanz“ die Gestalten beinahe herumspringen sehen.
Mit Harald Bäumler saß der Hausherr persönlich an der Orgel. Er hatte sich nicht nur die Freiheit genommen mit bekannten Stücken („Altbayerisches Menuett“) das Programm zu bereichern, sondern auch das eine oder andere („Maria durch ein Dornwald ging“) als Variation auszuprobieren.
Martina Engelhard an der Harfe verstand es mit diesem einfühlsamen Instrument diese gewünschte Stille einzubringen. Eine Gruppe gehört seit Jahren zum festen Programmbestandteil: die Neustädter Turmbläser. Die sechs Bläser beweisen immer wieder, dass auch „Blech“ für solche Anlässe bestens geeignet ist.
Beim „Irta Zwoagsang“ wirken Bertram Erhardt und Astrid Krichenbauer schon immer mit. Nun haben sie sich mit Theresa Uhl an der Gitarre eine perfekte Ergänzung geholt.
Bleibt noch ein Mann zu erwähnen, der sich wirklich Gedanken zu diesem Abend gemacht hat: Sprecher Bertram Erhardt. Er hat Texte und Erzählungen sehr gut ausgesucht und kombiniert. Da kamen Geschichten zum Vortrag, die erzählen wie es früher einmal war. Wie es wie immer auch übertrieben werden kann oder warum auch eine Oma einmal einen Wunschzettel schreiben kann. Einmal nachdenklich – ein anderes Mal lustig.
Am Ende waren alle Besucher bei „Tauet, Himmel den Gerechten“ gefordert. Der Eintritt zu dem Einfühlabend war kostenlos. Am Ende der Veranstaltung konnte jedoch eine freiwillige Spende zugunsten der Bürgerstiftung der Volksbank-Raiffeisenbank gegeben werden. Dabei kamen über 1200 Euro zusammen.


















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