Neustadt an der Waldnaab
03.05.2021 - 11:13 Uhr

ASV-Chef und Neustädter Tausendsassa: Juan Vilas feiert 70. Geburtstag

Mit dem Motto "Geht nicht, gibt’s nicht" geht ASV-Vorsitzender Juan Vilas durchs Leben. Jetzt feiert er 70. Geburtstag.

Es ist erstaunlich, dass Juan "Monchito" Vilas, auch noch Zeit findet, im Sessel zu sitzen. Der umtriebige Neustädter und langjährige ASV-Vorsitzende feiert am Mittwoch seinen 70. Geburtstag soweit die Corona-Pandemie es zulässt. Bild: prh
Es ist erstaunlich, dass Juan "Monchito" Vilas, auch noch Zeit findet, im Sessel zu sitzen. Der umtriebige Neustädter und langjährige ASV-Vorsitzende feiert am Mittwoch seinen 70. Geburtstag soweit die Corona-Pandemie es zulässt.

Für Juan Vilas scheint im Leben wenig unmöglich zu sein. Sein Leben und seine immer positive Einstellung dazu darf man durchaus als erfolgreich bezeichnen. Der Sohn einer spanischen Gastarbeiterfamilie hat seinen Weg gemacht und nicht zuletzt durch ein unermüdliches Engagement seinen Platz in der Neustädter Gesellschaft gefunden. Am Mittwoch feiert der langjährige ASV-Vorsitzende 70. Geburtstag.

Es war beileibe nicht immer ein einfacher Weg, den das am 5. Mai 1951 in Villagarcia de Arosa, einem Ort an der spanischen Atlantikküste nahe Santiago de Compostella in Galizien geborene Geburtstagskind hinter sich hat. Am 10. Dezember 1965 holten ihn die Eltern, die damals als Gastarbeiter in Windischeschenbach lebten und arbeiteten, gemeinsam mit den beiden Geschwistern in die Oberpfalz. „Damals konnte ich außer ‚Hallo‘ kein Wort Deutsch“, erinnert er sich. Spanische Altersgenossen hatte der 14-Jährige in der Oberpfalz nahezu keine. So suchte sich der gesellige und temperamentvolle Spanier deutsche Freunde, integrierte sich und lernte bald die zunächst ungewohnte Sprache.

Vilas hatte drei Klassen Gymnasium in Spanien absolviert, als er nach Deutschland kam. Wegen der Sprachschwierigkeiten tat er sich hier in der Schule aber zunächst schwer. Ehrgeizig wie er auch heute noch ist, machte er seinen Weg und fand eine neue Heimat. „Ich bereue nichts in meinem Leben. So wie es gekommen ist, ist es richtig“. Nur der Chance auf ein Studium trauert „Monchito“, wie ihn seine Freunde nennen, ein wenig nach.

Doch damals sollte er vor allem eines, nämlich arbeiten. Er lernte zunächst in der Glasfabrik Hofbauer Industrieanlagenelektriker, absolvierte die Meisterprüfung und arbeitete von 1979 bis zum Ruhestand 2016 im Weidener Klinikum. Nach einer Fortbildung zum Medizintechniker baute er dort die entsprechende Abteilung auf.

Selbst im Ruhestand ist ausruhen nicht das Ding von "Monchito". Vilas arbeitet seit fast fünf Jahren als Radwegekoordinator für den Landkreis und betreut rund 1.500 Kilometer Radwege. Er ist in diesem Amt zuständig für die Inventarisierung und schaut überall nach dem rechten. „Seitdem kenne ich unseren Landkreis wie meine Westentasche und stelle immer wieder fest, wie schön es bei uns ist“, freut er sich.

„Ich wundere mich seit ich ihn kenne, wo er seine Energie hernimmt.“

Ehefrau Renate Zupfer-Vilas

„Ich wundere mich seit ich ihn kenne, wo er seine Energie hernimmt“, bekennt Ehefrau Renate, die er 1977 heiratete. Mit ihr, der einen Hälfte der „Zupfer-Moidln“ baute er in der Schlesierstraße ein Haus. „Monchito ist in vielen Dingen der Ideengeber und Antreiber“, bekennt sie. So hat er sich immer wieder fantasievolle Masken für die Gramauer Faschingsfreunde ausgedacht, war und ist eine Stütze der Gramaufreunde und des Gramaufests und fungiert seit 1997 als Vorsitzender des ASV Neustadt, den er aus stürmischer See in ruhigere Gewässer schipperte.

Dem Wasser und der Schifffahrt ist Vilas auch sehr zugeneigt. „Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich am Atlantik aufgewachsen bin“, vermutet er. So legte er den Bootsführerschein ab und geht jedes Jahr auf einen mehrtägigen Segelturn mit Freunden. Eine weitere große Leidenschaft ist der Besuch in den Neustädter Stadtratssitzungen. Hier lässt Vilas seit 36 Jahren kaum eine aus. „Ich interessiere mich halt für die Kommunalpolitik in Neustadt“. Unter den Zuhörern wäre er sicher der Fraktionsvorsitzende.

Momentan bastelt Juan Vilas an einem Oldtimer-Feuerwehrauto aus dem Jahr 1976, das er in Kiel gekauft hat. Rund 1000 Stunden Arbeit hat er in einer Halle in Windischeschenbach in die Restaurierung seines „Feiermobils“ gesteckt. Jetzt ist es fertig, aber an Feiern ist aufgrund der Corona-Pandemie momentan nicht zu denken. Das gleiche gilt natürlich für seinen Geburtstag. Zu dem wünscht sich Vilas eigentlich nichts. „Ich bin zufrieden, habe ein glückliches Leben und bin gesund. Was will man mehr“, schließt er.

Ankunft in Neustadt im roten Schienenbus

Juan "Monchito" Vilas, gehört im Neustädter Stadtrat schon länger als echter Hinterbänkler auf den Zuhörerstühlen zum Kreis der Sitzungsteilnehmer als so mancher offizieller Stadtrat. Am 5. Mai feiert er 70. Geburtstag. Bild: prh
Juan "Monchito" Vilas, gehört im Neustädter Stadtrat schon länger als echter Hinterbänkler auf den Zuhörerstühlen zum Kreis der Sitzungsteilnehmer als so mancher offizieller Stadtrat. Am 5. Mai feiert er 70. Geburtstag.
Juan "Monchito" Vilas, gehört im Neustädter Stadtrat als echter Hinterbänkler auf den Zuhörerstühlen schon länger zum Kreis der Sitzungsteilnehmer als so mancher offizieller Stadtrat. Am Mittwoch, 5. Mai, feiert er 70. Geburtstag. Bild: prh
Juan "Monchito" Vilas, gehört im Neustädter Stadtrat als echter Hinterbänkler auf den Zuhörerstühlen schon länger zum Kreis der Sitzungsteilnehmer als so mancher offizieller Stadtrat. Am Mittwoch, 5. Mai, feiert er 70. Geburtstag.
 
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