15.01.2019 - 10:39 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Babyboom im Landkreis Neustadt

Nach zwei Minus-Jahren erblicken 2018 im Landkreis Neustadt/WN erstmals wieder mehr Babys das Licht der Welt. 811 Neugeborene bedeuten ein Plus von 6,7 Prozent. Eine Kommune ist absoluter Überflieger.

Im Landkreis Neustadt/WN kletterte die Geburtenzahl von 760 im Jahr 2017 auf 811 in 2018.
von Martin Staffe Kontakt Profil

Zur Freude von Landrat Andreas Meier und den Verantwortlichen im Jugendamt ist die negative Entwicklung gestoppt worden. Die im Landkreis wohnenden Mütter brachten im zu Ende gegangenen Jahr 51 Buben und Mädchen mehr auf die Welt. Damit kletterte die Geburtenzahl von 760 auf 811. Seit 2003 war die 800er Marke nicht mehr übertroffen worden.

Der Landkreis sei gerade für junge Familien eine äußerst attraktive Alternative beispielsweise zu einem Leben im Moloch einer Großstadt, meint Meier. "Von der Krippe bis zur Hochschule bieten wir alles, damit Kinder in ländlichem behütetem, aber trotzdem modernem und zukunfts- und chancenorientiertem Umfeld glücklich heranwachsen und ein zufriedenes Leben führen können. Was will man also woanders?"

Die auf den Standesämtern in den 38 Städten und Gemeinden registrierten neuen Erdenbürger bedeuten eine Rate von fast 8,6. Das heißt auf 1000 Einwohner kommen 8,6 Neugeborene. Vorjahr: 8,0. Kurios: Gleich drei Kommunen konnten 2018 ihren Stand halten, 21 verbuchten einen Zugewinn, und nur noch in 14 Gemeinden gab es weniger Babys.

Der Aufsteiger des Jahres 2017, Püchersreuth, ist 2018 der Absteiger. Die Geburtenzahl stürzte um 13 auf nur noch 8 ab. Das sind minus 61,9 Prozent. Für Reinhard Eismann von der VG Neustadt ist das nur ein Ausreißer. Das könne heuer schon wieder ganz anders ausschauen. Und auch eine weitere Mitgliedsgemeinde dieser VG sorgt für einen Ausnahmefall, aber nach oben: Die 900-Einwohner-Gemeinde Kirchendemenreuth verbucht 16 Geburten, das sind 7 oder 77,8 Prozent mehr als 2017.

Der absolute Überflieger ist aber Irchenrieth. Gleich 15 neue Erdenbürger bescheren einen Zuwachs um 275 Prozent. Auch wenn nur 4 Babys 2017 absoluter Tiefstand waren, führt Bürgermeister Josef Hammer den fulminanten Anstieg auf seine offensive Siedlungspolitik zurück. In den letzten zehn Jahren hat er 170 Bauplätze verkauft. 34 weitere sollen folgen. Der Rathauschef freut sich über viele junge Familien, die zugezogen sind. Daher geht er davon aus, dass sich die Geburtenzahl in dieser Größenordnung einpendeln wird. Außerdem ist er sicher, dass Irchenrieth in diesem Jahr die 1500-Einwohner-Marke überwinden wird.

Vohenstrauß als größte Stadt kann auch wieder die meisten neuen Erdenbürger vorweisen, nämlich 64. Das sind 2 mehr (3,2 Prozent) als noch ein Jahr zuvor. Nur knapp dahinter rangieren Grafenwöhr mit 60 (plus 7,1 Prozent) und Eschenbach mit unverändert 53. Stark verbessert hat sich die Kreisstadt mit 49 Geburten, das sind plus 10 oder 25,6 Prozent. Zahlenmäßig mit plus 16 hat Pressath den größten Sprung nach oben auf 39 gemacht (plus 69,6 Prozent). Und auch Weiherhammer kann sich mit 39 Neugeborenen (plus 14 oder 56 Prozent) sehen lassen.

Genauso wie in Püchersreuth sinkt in Pleystein die Geburtenzahl um 13 (minus 50 Prozent). Ebenfalls minus 50 Prozent - 6 Babys weniger - muss Vorbach verschmerzen. 8 weniger sind es in Moosbach, jeweils 5 weniger in Etzenricht und Kohlberg.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.