Neustadt an der Waldnaab
15.07.2018 - 10:49 Uhr

Bauarbeiter im Rückstand

Schlechte Kunde für das Gymnasium Neustadt: Der Zeitplan bei der Generalsanierung kann nicht mehr eingehalten werden. Es kommt zu Verzögerungen, aber nicht nur auf dieser Baustelle.

Die Bauarbeiten im Neustädter Gymnasium hinken ein halbes Jahr hinterher. Der Abschluss der Generalsanierung verzögert sich. Gabi Schönberger
Die Bauarbeiten im Neustädter Gymnasium hinken ein halbes Jahr hinterher. Der Abschluss der Generalsanierung verzögert sich.

Beiläufig erwähnte Kämmerer Alfons Bauer am Mittwoch im Kreisausschuss in seinem Bericht über die Haushaltsabwicklung im ersten Halbjahr 2018, dass die 18 Millionen Euro teure Generalsanierung auf dem Felixberg nicht mehr im Terminplan liege. Claudia Prößl, Pressesprecherin im Landratsamt, bestätigte am Freitag, dass der vorgegebene Zeitrahmen nicht eingehalten werden kann.

Der Bauabschnitt I, zu dem der Verwaltungstrakt, die Aula und der Eingangsbereich gehören, sollte laut ursprünglichem Plan bis Januar 2019 fertiggestellt werden. "Hier kommt es voraussichtlich zu einer Verzögerung von etwa sechs Monaten bis Juli 2019, also Ende des Schuljahres", teilte Prößl weiter mit. Auslöser für den Rückstand sei die um ein Vierteljahr später erteilte Genehmigung für den vorzeitigen Baubeginn durch die Regierung der Oberpfalz. Dadurch verzögerten sich insbesondere aufgrund der guten Konjunktur auf dem Bausektor die Arbeiten um mehr als die drei Monate, weil ja die meisten Baufirmen so viele Aufträge hätten, dass die Terminkoordination schwierig sei. Allerdings, so Prößl, liege man bei den Kosten sehr gut im Plan: "Wir erwarten nach momentanem Stand keine Überschreitung."

Die Nachricht über den Rückstand kommt überraschend. Bisher hatte es immer geheißen, die Arbeiten verliefen plangemäß. Zuletzt am 5. Mai beim Besuch von Finanzminister Alfons Füracker. "Wir sind im Zeitplan", hatten Kreisbaumeister Werner Kraus und Sachgebietsleiter Heribert Eckl bestätigt. Und: Der erste Abschnitt werde bis Dezember abgeschlossen sein.

Aber auch die zweite große Hochbaustelle des Landkreises bereitet Sorgen: Das neue Landratsamt wird ebenfalls später als geplant fertig. Der Einweihungstermin mit Finanzminister Füracker am 5. Oktober wurde bereits abgesagt.

Schwierigkeiten gebe es mit dem Estrich, der nicht so schnell trockne wie gedacht, verrät Prößl. Er sei offenbar zu wenig abgeschliffen worden. Und auf einen feuchten Estrich könne kein Parkett aufgebracht werden. Der Boden sei jetzt noch einmal nachbehandelt worden. "Aber wir haben keinen Zeitdruck", bleibt die Pressesprecherin gelassen. Je nach Fertigstellung würden die Mitarbeiter in die neuen Büros umziehen. Im Frühjahr werde es dann ein Fest mit einem Tag der offenen Tür geben.



Die Einweihung des neues Bürogebäudes für das Landratsamt am 5. Oktober ist abgesagt. Der Betonbau wird bis zu diesem Zeitpunkt nicht fertig. Der Estrich macht Probleme. Gabi Schönberger
Die Einweihung des neues Bürogebäudes für das Landratsamt am 5. Oktober ist abgesagt. Der Betonbau wird bis zu diesem Zeitpunkt nicht fertig. Der Estrich macht Probleme.
 
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