30.09.2019 - 10:10 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bauernmarkt absoluter Bestseller

Dicht umlagerte Verkaufsstände, Gedränge auf der Straße, keine Parkplätze - und trotzdem strahlende Gesichter. Sowohl Aussteller als auch Besucher profitieren vom Neustädter Bauernmarkt, der sozusagen ein Verkaufsschlager ist.

von Hans PremProfil

Trotz vieler anderer Veranstaltungen in der Region erfuhr der 15. Bauernmarkt in der Kreisstadt einen wahren Besucheransturm. Josef Fütterer, Kreisobmann des Kreisverbandes Neustadt im Bayerischen Bauernverband, strahlte mit Kreisbäuerin Josefine Kick und den Ehrengästen um die Wette, als um 10 Uhr die Veranstaltung eröffnet wurde.Tausende von Besuchern strömten an diesem sonnigen, aber etwas windigen Tag in die Kreisstadt, um sich vom opulenten und vielfältigen Angebot regionaler Produkte zu überzeugen.

Nach einer kurzen Andacht ging Fütterer auf das Jahr 2019 ein, das er für die Landwirte als ein schlechtes bezeichnete. „Volksbegehren, Düngemittelverordnung und Stromtrassen belasten die Bauern immer stärker“, bedauerte er. Auch die Kreisbäuerin brach eine Lanze für den Bauernstand. „Viele, vor allem Politiker, reden mit, die von der Landwirtschaft keine Ahnung haben“, bedauerte sie. Die Bayerische Milchprinzessin Miriam Weiß fand es schade, dass die Milchwirtschaft in einem schlechten Licht dastehe. „Landwirt sein ist nicht nur Beruf, sondern Leben und Leidenschaft“, bekannte sie. Landrat Andreas Meier betrachtete den Bauernmarkt als Kontrapunkt zu vielen Problemen, die auf die Landwirte abgewälzt würden. Bürgermeister Rupert Troppmann bedauerte, dass das frühere Motto, „Stadt und Land, Hand in Hand“, heute so nicht mehr zutreffe. Viele seien zu Gegnern geworden.

Wie leistungsfähig und vielfältig die Produkte unserer heimischen Landwirtschaft sind, davon konnten sich die Besucher an knapp 70 Ständen überzeugen. Vom Fleisch des roten Höhenviehs, das die Metzgerei Schneider zum Verkauf anbot, bis zu Fruchtaufstrichen vom Grißlhof Balk, von landwirtschaftlichen Maschinen und Gartengeräten bis zum hausgemachten Kümmellikor, Bio-Mühlenprodukten oder Honig: Das Angebot war enorm vielfältig.

Kinder durften sich am Stand der Milcherzeugergemeinschaft Weiden am Zielwurf in Milchkannen üben oder bei der Katholischen Landvolkbewegung Joghurt oder Muffins und andere Leckereien aus Fächern holen. In nur gut 2 Stunden waren 110 Makrelen beim Fischereiverein Floß verkauft und beim Bayerischen Jagdverband standen die Besucher Schlange bei Wildschweinbraten und Hirschgulasch.

Kaum ein Durchkommen war am Nachmittag zwischen den Ständen möglich. „Es ist unglaublich, wie viele Besucher hier sind. Das Interesse an unseren Produkten ist groß“, freute sich Sandra Stengel-Rewitzer, die ihre Wildkräuterprodukte das erste Mal präsentierte. So machten die Aussteller an diesem sonnigen Herbsttag gute Geschäfte und die Marktbesucher trugen so manchen Einkauf nach Hause, den man ansonsten nicht überall erwerben kann.

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