23.06.2019 - 10:20 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bedarfsanalyse für „Betreuetes Wohnen“

Freie Wähler erhalten Angebot für eine professionelle, aber unverbindliche Bedarfsanalyse für „Gepflegtes Wohnen im Alter“ in Neustadt, welches sie sehr gerne annehmen werden.

Interessante Gespräche mit viel aufschlussreicher Information gab es für die Neustädter Freien Wähler beim Besuch der neuen Wohnanlage für Senioren in Karlstadt.
von Gerhard SteinerProfil

Die Freien Wähler fuhren ins unterfränkische Karlstadt, um ein Musterprojekt für "Gepflegtes Wohnen im Alter" zu besichtigen. Empfangen wurde die neunköpfige Delegation der Neustädter Freien von Bürgermeister Paul Kruck, einem Vertreter der Projektleitung sowie der Bauleitung.

Auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück entstehen in vier Wohngeschossen 81 Apartments für ältere, hilfe- und pflegebedürftige Menschen. Im Erdgeschoss sind eine Sozialstation, ein Day-Care-Center für die Tagesbetreuung, eine Küche, sowie Praxisräume und ein Wellnessbereich mit Friseur, Kosmetik und Fußpflege geplant. Das Haus wird von der Rummelsberger Diakonie e.V. betrieben.

Ausgangspunkt ist die senioren- und pflegegerechte Wohnung, die jeweils in Kombination mit einem Grundleistungspaket angeboten wird und durch ein abhängig vom jeweiligen Bedarf des Bewohners in Anspruch genommenes Baukastensystem passgenauer Unterstützungsangebote wie ambulante Dienstleistung, hauswirtschaftliche Angebote wie Reinigung oder Mittagstisch sowie Tagespflege ergänzt wird.

Immer mehr Menschen interessieren sich für neue Wohn- und Versorgungsformen, die eine Alternative zum klassischen Pflegeheim oder Ähnlichem bieten. Wichtig für die Neustädter war auch die Aussage, dass dieses Konzept bereits in Kommunen ab 3000 Einwohnern erfolgreich umgesetzt werden kann. Sehr zu deren Freude bot er ihnen an, auf der Basis umfassender Marktanalysen sowie der Auswertung entsprechender Daten und 20-jähriger Erfahrung eine Bedarfsanalyse speziell für Neustadt zu erstellen. Auch Bürgermeister Kruck bot spontan seine Hilfe an.

Nach diesen aufschlussreichen Gesprächen ging es nach Bad Kissingen ins Zentrum für Telemedizin. Projektmanager Florian Hedrich gab einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Einsatzmöglichkeiten. Besonders interessant war der Bereich der häuslichen Umgebung. Um sicher möglichst lange gut betreut zuhause wohnen zu können, stehen verschiedene digitale Pflegeassistenzsysteme zur Verfügung. Dazu gehört das Orientierungslicht. Gesteuert durch Sensoren, schaltet sich dieses automatisch ein, wenn die Person vom Bett aufsteht und zur Toilette geht. Weiterhin gibt es den Sturz- und Inaktivitätsmelder, welcher individuell programmiert werden kann. Dazu gehört auch die "Herdsicherheit" mit Sensoren, die bei einer bestimmten Temperatur oder auch Rauchentwicklung den gesamten Strom abschaltet oder den Rauchmelder auslöst.

All diese Hilfssysteme sind in den Appartements in Karlstadt bereits mit installiert. Natürlich gehört auch der Hausnotruf mit dazu. Eine hervorragende Möglichkeit für den ländlichen Raum sehen die Freien Wähler in der Möglichkeit der Televisite für Hausbesuche, auch bekannt unter "VERAH". Darunter versteht man Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis. Sie sind erfahrene medizinische Fachangestellte, die eine hochqualifizierte Weiterbildungsmaßnahme asolviert haben. Ausgestattet mit einem Koffer mit speziellen medizinischen Geräten führen diese Kräfte Hausbesuche durch und stehen mit dem Hausarzt in Verbindung.

Aber auch im Notfallmanagement leistet die Telemedizin bereits hervorragende Dienste, wo bereits vom Krankenwagen aus wichtige Informationen zur Notfallaufnahme gesendet werden.

Die Freien Wähler waren beeindruckt von den vielen Einsatzmöglichkeiten der Telemedizin und deren Assistenzsystemen.
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