Neustadt an der Waldnaab
13.10.2026 - 18:12 Uhr

Benefizkonzert in Altenstadt/WN bringt 2875 Euro für Kinderheim im Kongo

Das Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Georg in Altenstadt/WN begeisterte mit afrikanischen Klängen und beschwingten Melodien. Rund 200 Besucher spendeten 2875 Euro für ein Waisenprojekt im Kongo.

Rund 200 Besucher erlebten in Altenstadt/WN ein bewegendes Benefizkonzert für ein Waisenheim im Kongo, initiiert von Pfarrvikar Dr. Justin Kishimbe. Träumen von einer besseren Welt – diese Hoffnung im Lied „Heute und morgen“ von Cantart-Chefin Elisabeth König war so etwas wie das Leitmotiv des Konzerts zugunsten eines Waisen- und Kinderheimes im Kongo. Die 200 begeisterten Besucher öffneten am Sonntagabend nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Geldbeutel und spendeten 2875 Euro für das Projekt.

Hausherr, Stadtpfarrer Thomas Kopp, freute sich bei der Begrüßung in der Pfarrkirche Hl.-Familie in Altenstadt/WN über die Anwesenheit so vieler junger Familien. Beeindruckt war er, dass sich viele Kinder für Kinder engagierten, die sie nicht einmal kennen und die auf der anderen Seite der Erdkugel leben.

Afrikanische Lieder einstudiert

Und die 19 Buben und Mädchen des Kinderchors Störnstein mit Drummer Benedikt Werner am Cajon und Roland Steger am Piano legten gleich herzerfrischend und fröhlich los mit „Sanna Sannanina“. Leiterin und Gitarristin Magdalena Bäumler lobte ihre Buben und Mädchen, die mit großer Freude die afrikanischen Lieder einstudiert hatten. So folgten „Sisi Banaha“ und das populäre südafrikanische Lied „Shosholoza“, das „Mutig nach vorn schauen“ bedeutet.

Einmal mehr präsentierte sich Cantart als homogener, engagierter Chor, den Elisabeth König mit viel Fingerspitzengefühl leitet. Die acht Frauen und vier Männer gefielen mit „Ich wünsche dir Zeit“ von Elli Michler (vertont von Elisabeth König) sowie mit den Liedern „Du bist die Freude“, „Herr, ich will nach deinem Willen fragen“ und „Ein Stück von deinem Weg“, alle von Kathi Stimmer. Das letzte Lied „Wünsche“ stammt wie „Heute und morgen“ von König. Doris Bär und Martina Simon überzeugten auch auf der Flöte.

Spielfreudiger Posaunenchor

Große Spielfreude legte der 16-köpfige evangelische Posaunenchor Floß an den Tag, temperamentvoll geführt von Tanja Riedel. Nach dem Auftakt „Der Himmel über Gibitzenhof“, folgte das bekannte „What a Wonderful World“ von Louis Armstrong. Schließlich hatten auch die Flosser Bläser zwei afrikanische Stücke im Programm. Einmal der weltberühmte traditionelle afroamerikanische Gospel „Amen“ und dann „Baba Yetu“. Hinter der packenden Melodie verbirgt sich das „Vaterunser“ in der afrikanischen Sprache Suaheli.

Pfarrvikar Kishimbe überraschte er mit zwei Liedern, ebenfalls auf Suaheli: „Nitamwimbiya Bwana wangu sifa“ und einem Stück, das auf Deutsch „Der Geist Gottes hat mich gesandt“ lautet. Applaus war ihm sicher.

Der Geistliche, der seit zwei Jahren in der Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Altenstadt ist, stellte sein Hilfsprojekt in der Heimatstadt Lubumbashi vor. Vor zehn Jahren begann Kishimbi damit, Straßenkindern eine Unterkunft zu geben. Inzwischen leben in dem Waisenheim 50 Buben und Mädchen. Jetzt entstehe ein Neubau für weitere 50 Heranwachsende. Alle Arbeiten erfolgen ehrenamtlich.

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