03.06.2018 - 17:33 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Benefizkonzert für Felix-Orgel

Das Kloster St. Felix lädt zu einer meditativen Stunde mit geistlicher Abendmusik in seine barocke Kirche ein. Diese ist zwar nicht voll besetzt, doch den Freunden sakraler Musik wird ein Leckerbissen vorgesetzt.

Schlussapplaus für Dommermuth, Ernst und Amann (von links)

(fsb) Pater Stanislaus freute sich in seiner Begrüßung über das Angebot junger Künstler aus der Region. Sie wollten mit einem Benefizkonzert ihren Beitrag zur Sanierung der Orgel leisten. Stanislaus hieß Sopranistin Elisabeth Dommermuth, Baritonsänger Raphael Ernst und Organist Lars Amann willkommen. Die drei Künstler werden seit über acht Jahren von namhaften Musikpädagogen ausgebildet.

Beim Konzert in St. Felix standen Werke der Klassik, des Barocks und der Romantik im Mittelpunkt. Dabei beeindruckten sowohl die Sopranistin mit ihrer glockenhellen Stimme als auch der Bariton mit seinem bemerkenswerten Tonumfang. Ernst eröffnete das Konzert mit dem Vokalwerk "Die Ehre Gottes aus der Natur, Opus 48, Nr. 4" von Ludwig van Beethoven. Georg Friedrich Händels getragene Aria "Ombra mai fù, HWV 40" stellte sich als einer der Höhepunkte des Abends heraus. Ihr folgten die Motette "Ave Maria, WAB 5" von Anton Bruckner und das bekannteste Lied des deutschen Komponisten Siegfried Ochs, "Dank sei dir, Herr". Dommermuth trug "Vergin tutto amor" des italienischen Barockkomponisten Francesco Durante, das romantische Lied "Sei stille dem Herrn, Opus 70, Nr. 31" von Felix Mendelssohn Bartholdy und das ohne Musikbegleitung beginnende biblische Lied "Der Herr ist mein Hirte, Opus 99, Nr. 4"von Antonín Dvorák vor.

Ihre ganze stimmliche Qualität spielte die Sopranistin bei dem bekannten, oft fälschlicherweise als Franz Schuberts "Ave Maria" bezeichneten Stück "Ellens Gesang III, Hymne an die Jungfrau, Opus 52, Nr. 6" des österreichischen Komponisten aus. Virtuos begleitet wurden alle Lieder von Amann mit Klavier- und Cembaloklängen. Er überzeugte auch mit den "Präludien in G und f" von Johann Sebastian Bach sowie dem sehr anspruchsvollen "Prélude in cis" von Sergei Rachmaninow, das mit seinen großen Intervallen den ganzen Körpereinsatz des Musikers erforderte. Die Zuhörer riss es beim Schlussapplaus von den Bänken. Als noch die anerkennenden Pfiffe aus dem Publikum sowie Trampeln mit den Füßen folgten, kamen die Akteure nicht um eine Zugabe herum: Eindrucksvoll interpretierten sie das Duett "The Music of the Night" aus Andrew Lloyd Webbers Musical "Das Phantom der Oper".

Wie schon bei Konzerten des Salon- und des Akkordeonorchesters sowie den Zupfer Moidln gingen auch diesmal die Spenden der Besucher an die Orgelrenovierung. Im Herbst wird hierfür noch ein Abschlusskonzert für alle stattfinden, die eine Patenschaft für eine Orgelpfeife übernommen haben.


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