Der Kulturausschuss von Neustadt an der Waldnaab hätte sich in seiner Sitzung auch Festausschuss nennen können. Denn vor allem um Feste ging es. Da war einmal das diesjährige Bürgerfest, zu dem 2. Bürgermeister Armin anführte, dass das Fest in der Freyung mit 33 beteiligten Vereinen einen Erlös von 3050 Euro gebracht habe. Aichinger schlug vor, jeden der Vereine 100 Euro auszuzahlen. Die fehlenden 250 Euro sollen aus den Vereinsrücklagen genommen werden. Der Kostenanteil der Stadt beläuft sich auf 7000 Euro, so Aichinger. Nach dem Bürgerfest ist vor dem Bürgerfest: 2027 findet es am 17. Juli statt.
Die Vorbereitungen der Stadt dafür sind bereits angelaufen. Die Brauerei-Ausschreibung liege bereits vor, stellte Aichinger fest und nannte die Brauerei Scheuerer in Moosbach als den wirtschaftlichsten Bieter. Per Beschluss wird der Moosbacher Brauer auch das Bier liefern. Ein weiterer Punkt war der "Spielebogen" für die Kinder. Mit Kosten von zwei Euro konnte heuer dieser erworben und dann für 20 Spiele plus Kinderkarussell genutzt werden. Für 2027 legte Aichinger drei Varianten vor: einmal wieder zwei Euro, als moderate Preisanpassung drei Euro und zur besseren Deckung der Kosten vier Euro. Die Diskussion darüber reichte von "belassen" bis "erhöhen". Schließlich wurde Patrick Zeitlers Antrag auf "drei Euro für den Spielbogen" mit zwei Gegenstimmen angenommen.
40 Anbieter beim Erntedankmarkt
Zum Erntedankmarkt am Sonntag, 4.Oktober, an und in der Stadthalle bemerkte Julia Fienz von der Verwaltung, dass an die 40 Anbieter – zum Teil auch mit regionalen Produkten – gemeldet seien. Um 14 Uhr tritt der Kindergarten auf. Nächstes Event ist dann der traditionelle Kirwaauftakt am 6. November im "Weißen Rössl". Die Organisation übernehmen die Zupfer-Moidln, den musikalischen Part die "Böhmischen Blechblous'n" aus Moosbach und die "Zwoa Schneidig'n" aus Eslarn. Als Eintritt legte das Gremium zehn Euro fest, die Kontrolle am Einlass werden Marianne Lebegern und Stefan Linsmeier übernehmen.
Dann folgen auch schon die Weihnachtsmärkte in der Freizeitanlage. Julia Fienz sprach von von einer guten Resonanz bei den Anmeldungen. Am 29. November ist der Weihnachtsmarkt der Musikschule, am 6. Dezember dann der Weihnachtsmarkt der Vereine. "Musik für beide Termine suchen wir derzeit", berichtete Fienz. Das OWV-Weihnachtsstandl wird am 13. Dezember sein. Christine Flor fragte an, ob es denn nicht wieder möglich sei, die Weihnachtsmärkte auf dem romantischen Stadtplatz abzuhalten. Die Verlegung in die Freyung erfolgte aus Sicherheitsgründen und dieses Sicherheitskonzept hat sich bis dato nicht geändert. Ein weiteres Thema war ein Stadtbanner. Als Slogan darauf schlug Birgit Trottmann "Willkommen in Neustadt/WN, der kleinsten Kreisstadt Bayerns" vor. Die Verwaltung wurde beauftragt, Angebote für ein solches Stadtbanner einzuholen und in der nächsten Sitzung vorzulegen.
Zwei gestaltete Infotafeln
Für die "Goldene Straße" gibt es nach Aichingers Worten niemand Besseren als Rainer Christoph. Der Altenstädter, Autor von zwei Büchern über die Goldene Straße, plädierte für zwei speziell gestaltete Infotafeln "Goldene Straße" in der Oberen Stadt und der Unteren Stadt. Auf diesem "informativen Weg" sind am Rastenhof zwischen Lanz und Störnstein die letzten Infotafeln über die Goldene Straße. Dann endet diese quasi in Neustadt/WN im "Nichts".
Christoph schlug vor, diese zwei Infotafeln zusammen mit dem Neustädter Künstler Ernst Uhmann und der Mittelschule zu gestalten. Uhmann, der in der Sitzung war, verwies auf das Neustadt-Treffen in 2030, wo es auch darum gehen wird, die Historie von Neustadt/WN aufzuzeigen. Bezüglich der Kosten soll laut Aichingers Vorschlag eruiert werden, was der deutsch-tschechische Fonds abdecke – eventuell bis zu 80 Prozent. Das Gremium verfasste den Beschluss, das Projekt "Goldene Straße" weiter zu verfolgen.













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