01.04.2019 - 12:17 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Freibier, Fest und eine saubere Kasse

Die Bilanz des ersten Vorsitzenden Helmut Staratschek zur Versammlung der Feuerwehr fiel deutlich aus: „So viele waren wir noch nie!“ Am „Freibier“ lag es nicht, obwohl an diesem Abend einige Male drüber gesprochen wurde.

Die Geehrten des Abends mit der Führung der Neustädter Wehr und den Neustädter Bürgermeistern. Quirin Gierisch (vorne Dritter von links) wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
von Sebastian DippoldProfil

Über 80 Mitglieder der Neustädter Feuerwehr hatten den Weg ins Weiße Rössl gefunden. Berichtet wurde über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Das größte in Neustadt war der Brand und die Evakuierung des Altenheims. Ein Schadensereignis, welches glücklicherweise glimpflich ablief, resümierte der Neustädter Kommandant Michael Spranger. Der Brand im Altenheim sei dabei aber nur einer von 175 Einsätzen im Jahr 2018 gewesen.

Aber nicht nur Einsätze, auch gesellschaftliche Ereignisse würden bei einer bayerischen Feuerwehr eine große Rolle spielen. Auf diese blickte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Helmut Staratschek, zurück. Neben der Aktiven Wehr, die sich um Einsätze kümmert, gibt es in Bayern bei jeder Feuerwehr auch einen Feuerwehrverein für die gesellschaftlichen Aufgaben. In Neustadt sind diese traditionell das Mutter-Anna-Fest, das Weinzelt am Bürgerfest und das Hard-Rock-Konzert „Firehouse“ im Gerätehaus der Wehr. 2018 kamen wegen der 800-Jahr-Feier der Stadt etliche Termine hinzu. Parallel zu Absperrungen und Verkehrslenkungen in der Festwoche übernahm die Feuerwehr den Ausschank beim Höhepunkt der Jubiläumsfeier, dem Konzert von „I Dolci Signori“, vor der Stadthalle mit mehreren tausend Zuschauern.

Neben dem Jubiläum der Stadt spielte für die Feuerwehr bereits ihr eigenes eine große Rolle. In diesem Jahr feiert die Feuerwehr 150. Geburtstag. Schon seit fünf Jahren laufen die Planungen, 2018 ging es in die heiße Phase. Hierbei kam auch das oft zitierte Freibier zur Sprache: Die Neustädter Wehr hat sich zum Fest eine Aktion überlegt. Eine Flächenwaage wird eine Hauptattraktion beim Fest sein. Die schwerste Gruppe, die sich Freitag oder Samstag wiegen lässt, erhält 100 Liter Freibier. Kreisbrandinspektor Martin List versprach in seinem Grußwort, sich mit der Inspektion ebenfalls wiegen zu lassen und im Falle eines Sieges der Neustädter Wehr das Bier zurückzuspenden.

Absolutes Neuland betrat die Neustädter Feuerwehr mit der Gründung ihrer Kinderfeuerwehr. Per Zeitung habe man zur Gründungsversammlung geladen, berichtete Kommandant Spranger. Am 29. September saß man dann mit Bürgermeister Rupert Troppmann im Gerätehaus und habe gewartet, wie viele Kinder denn kommen würden. Genau 15 „Fire Kids“ sichern seitdem den Nachwuchs in der Neustädter Wehr. Die beiden Jüngsten sind dabei gerade mal sechs Jahre alt.

Der Rest der Jahreshauptversammlung war Routine. Die Kasse sei – dank Kassier Wolfgang Huber - wie immer perfekt, bestätigten Kassenprüfer Josef Arnold und Hans Dirschedl.

Quirin Gierisch neues Ehrenmitglied:

Höhepunkt der Jahreshauptversammlung war die Ernennung von Quirin Gierisch zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Neustadt. Gierisch sei bereits im Alter von 16 Jahren der Feuerwehr beigetreten, erklärte Vorsitzender Helmut Staratschek. Er habe alle Leistungsprüfungen Wasser abgelegt und sei sogar ab November 2003 für acht Jahre stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrvereins gewesen. Zudem bemühe er sich auch heute noch nach Kräften, die Feuerwehr zu unterstützen. Das verdiene Respekt. So sitze er treu bei Firehouse seit Jahren an der Kasse. Für diese Gesamtleistung werde er zum Ehrenmitglied ernannt. Geehrt wurden außerdem für 60 Jahre Mitgliedschaft Max Pöllmann und Gregor Rosner sowie für 50 Jahre Ludwig Fritsch und Alois Kraft.

Vorsitzender Helmut Staratschek führt durch die Versammlung.
Der Kommandant der Neustädter Feuerwehr, Michael Spranger, spricht im Weißen Rössl.
Der Saal des Weißen Rössl war gut gefüllt. Insgesamt 84 Mitglieder der Feuerwehr kamen zur Jahreshauptversammlung.
Schriftführer Martin Schmidberger bei seinem Bericht.
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