Das Kloster St. Felix hat vor Ostern ein Brief aus Uganda erreicht. Pater Wojciech Ulman (OFM Conv), Delegat des Provinzials in Uganda, grüßt die "liebe St.-Felix-Gemeinde in Neustadt WN" und bedankt sich ganz herzlich für die bisherige Hilfe. "Wir Franziskaner-Minoriten der Krakauer Provinz erfahren eure regelmäßige Unterstützung seit den Anfängen unserer missionarischen Tätigkeit in Uganda", würdigt der Missionar.
Die finanzielle Hilfe aus der Oberpfalz habe die Umsetzung vieler sozialer, caritativer und kirchlicher Projekte ermöglicht. Vor allem erwähnt er die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen durch die vielen bestehenden Schulpatenschaften. "Seit über 20 Jahren haben dank eurer Hilfsbereitschaft Hunderte Schüler eine Zukunft. Auch im franziskanischen Orden."
Sichbare Früchte
Die Polen sind glücklich, dass ihre missionarischen Bemühungen langsam sichtbare Früchte bringen. Sie betreuen drei Pfarreien: die aus dem Raum Neustadt unterstützte in Kakooge, dann in Matugga und die jüngste in Munyonyo/Kampala. Pater Wojciech: "Wir danken Gott, dass wir viele neue Berufungen hier vor Ort haben." Im Juli letzten Jahres wurde der erste Franziskaner-Minorit aus Uganda – Bruder Godfrey Katumba - zum Priester geweiht. Zurzeit gibt es einen Diakon. Bruder Edward Kironde wird in diesem Jahr zum Priester geweiht. Vier weitere Brüder haben bereits ihre Ewige Profess abgelegt.
Im Noviziathaus in Arusha befinden sich momentan fünf Brüder, im Postulatshaus in Tansania wiederum neun Brüder, und weitere Seminaristen studieren Philosophie und Theologie in Uganda, Ghana, Kenia, aber auch in Rom und in Krakau. Es kommen immer neue Anfragen von Kandidaten aus vielen Teilen Ugandas, die sich für den Orden interessieren. Das alles zeige, dass es an der Zeit und wichtig sei, sich auch in andere Regionen von Uganda zu begeben. So haben die Minoriten beschlossen, einen neuen Standort zu eröffnen. Unter den vielen Einladungen der Bischöfe verschiedener Diözesen fiel mit Erlaubnis des Provinzials die Wahl auf die Stadt Gulu im Norden Ugandas. Der Erzbischof von Gulu ist sehr erfreut und hat seine Unterstützung zugesichert.
Großes Potenzial
"Wir dürfen eine Pfarrei betreuen, müssen jedoch selbst den Aufbau der Kirche und des Klosters finanzieren", berichtet Pater Wojciech, Vertreter des Ordensoberen in Uganda. Alokulum, wo wir schon das Grundstück für den Bau erworben haben, ist ungefähr sechs Kilometer von Stadtzentrum Gulu entfernt. Die Bevölkerung in dieser Region entwickelt sich sehr schnell. Die Missionare spüren, dass die neue Missionsstation in Gulu eine gute Zukunft haben wird. Zunächst muss aber für die notwendige Infrastruktur gesorgt werden. Dann sehen sie ein großes Potenzial an Möglichkeiten, ihren pastoralen Dienst zu leisten: neben der Seelsorge in der Pfarrei die Begleitung der Marienwallfahrt mit einem Angebot für Exerzitien und vielleicht auch ein Bildungshaus für die Ordensmitbrüder.
Die neue Missionsstation befindet sich in der Nähe des Erzbischöflichen Priesterseminars. Dies ist sehr günstig für für die Seminaristen, denn sie brauchen nicht nach Kenia zu gehen, um Theologie zu studieren. Wenn entsprechend viele ugandische Priester geweiht sind, könnte auch hier eine Schule gebaut werden. "Es gibt viele Perspektiven, doch um diese verwirklichen zu können, bedürfen wir der finanziellen Unterstützung", teilt der Delegat weiter mit und fährt fort: "Wir bedanken uns für die bereits geleistete Hilfe und hoffen auf weitere großherzige Spenden, die dank der Vermittlung des Klosters St. Felix an uns weitergeleitet werden. Für alle unsere Wohltäter werden regelmäßig heilige Messen gefeiert."
Auch für die neue Missionsstation in Gulu im Norden Ugandas sind die Ordensleute auf Untersützung aus der Oberpfalz angewiesen.
Spenden unter "Kloster St. Felix für Uganda" bei den Vereinigten Sparkassen Eschenbach-Neustadt-Vohenstrauß, IBAN DE07 7535 1960 0300136645.
Mission in Uganda
- Die Franziskaner-Minoriten aus Krakau sind seit einem Vierteljahrhundert als Missionare in Uganda
- Mit großer finanzieller Unterstützung aus dem Raum Neustadt-Weiden konnten unter anderem zwei Krankenhäuser und drei Schulen gebaut werden.




















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