Neustadt an der Waldnaab
31.10.2018 - 10:41 Uhr

Frische Fachkräfte für die regionale Wirtschaft

Die Prognose ist düster: In zwei Jahren sollen 18 000 qualifizierte Beschäftigte im IHK-Bezirk. Die Absolventen der Kurse von Weiden und Amberg trotzen dem Trend.

Freude über den Abschluss: (von links) Projektbetreuerin Eveline Gabriel mit den Absolventinnen des Kurses Personalfachkaufmann – Bianca Reber, Anika Windirsch, Jana Nixdorf, Manuela Schmidt, Brigitte Fenzl, Julia Guntow, Yvonne Fruntke und Sandra Nachreiner. Bild: exb
Freude über den Abschluss: (von links) Projektbetreuerin Eveline Gabriel mit den Absolventinnen des Kurses Personalfachkaufmann – Bianca Reber, Anika Windirsch, Jana Nixdorf, Manuela Schmidt, Brigitte Fenzl, Julia Guntow, Yvonne Fruntke und Sandra Nachreiner.

Zweieinhalb Jahre intensiven Lernens liegen hinter ihnen. Jetzt hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) die Kursabsolventen der Standorte Weiden und Amberg in Neustadt/WN feierlich verabschiedet. Zu den 70 Gästen zählten Industriefachwirte, Wirtschaftsfachwirte, Betriebswirte, Industriemeister, Fachkräfte in Personal und Rechnungswesen, IT-System- und Netzwerkadministratoren sowie mehrere Dozenten.

Nach dem Sektempfang lobte Bernd Fürbringer, Vizepräsident der IHK Regensburg für Oberpfalz-Kelheim, die Absolventen: "Egal, ob technische oder kaufmännische Qualifizierungen, ob berufsbegleitend oder in Vollzeit: Sie beweisen Motivation, Mut und erbringen nicht zuletzt auch finanzielles Engagement, um das Bild des lebenslangen Lernens mit Leben zu erfüllen." Die regionale Wirtschaft brauche gut ausgebildete Fachkräfte. Diese fehlten vor allem in technischen Bereichen. Laut Prognose gebe es bis zum Jahr 2020 einen Mangel an rund 18 000 qualifizierten Arbeitskräfte in allen Berufsgruppen im IHK-Bezirk. Die Aufstiegsfortbildungen würden dabei derzeit so gut wie noch nie gefördert. "Wir müssen deshalb nicht darauf achten, neue Fachkräfte in die Region zu bringen, sondern zusätzlich junge Menschen hierzuhalten und das Know-how der aktiven Belegschaften zu erhalten und zu mehren", empfahl Fürbringer. Die Absolventen seien hier beispielgebend.

Nach dem Dinner stellte Wolfgang Gallenberger, Bereichsleiter der technischen, ausbildungsbegleitenden Lehrgänge und Fremdsprachen, das berufsbezogene Sprachprogramm und den neuen Stand der Digitalisierung der IHK-Akademie vor. Im Anschluss gab es eine Verlosung von Geschenkkörben unter den Kursteilnehmern. Robert Wiedemann, Bereichsleiter der kaufmännischen Lehrgänge und Seminare, verabschiedete alle Gäste der Feier.

Die IHK-Abschlüsse genießen in der Wirtschaft höchste Anerkennung, da sie im ganzen Bundesgebiet einheitlich gestaltet und dadurch auch messbar sind: Im Deutschen Qualitätsrahmen (DQR) stehen die IHK Fachwirt-, Fachkaufmann- bzw. Meisterabschlüsse auf Niveau 6 und die Technischen Betriebswirt- und Betriebswirtabschlüsse auf Niveau 7 von 8 Stufen. In Weiden besteht das Bildungszentrum der IHK-Akademie seit 1986. Die Kapazität beträgt rund 250 Plätze.

Die Gewinner der Geschenkkörbe. Bild: exb
Die Gewinner der Geschenkkörbe.
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