Sie zählen zu den Dinos der regionalen Rock-Szene. Ihre Songs führen sie nun bereits 35 Jahre lang durch die verschiedensten Musikepochen. Doch „Rising Storm“ sind in all dieser Zeit ihrem Stil treu geblieben: handgemachter Rock und Blues.
Begonnen hat alles im Jahr 1983. Die Beutler-Brüder Norbert (Gitarre) und Martin (Bass) aus Neustadt/WN, die in Würzburger Internatszeiten erste Banderfahrungen gesammelt haben, holen sich von der Altenstädter Blaskapelle den erst 14-jährigen Thomas „Buutz“ Richtmann als Drummer und finden mit Erich Forster einen vielversprechenden Gitarristen. Unter dem Namen „Stormbringer“ starten sie ausschließlich mit eigenen Kompositionen durch. Da es bereits eine Band mit dem gleichen Namen gibt, nennt sich die Truppe ab 1986 „Rising Storm“. Als Norbert Beutler 1987 die Band verlässt, stößt der Altenstädter Karsten Fischer als zweiter Gitarrist dazu.
Seither spielen „Rising Storm“ praktisch in der Ur-Besetzung. Gemessen an dieser Konstanz, gleicht der Platz am Mikrofon fast schon einem Schleudersitz. Nach Christian „Chrishan“ Skrla (bis 2000), Markus Klier (bis 2003) und Dieter Jekal (bis 2012) steht seit fünf Jahren Stefan Puhane als Frontmann auf der Bühne.
Die Leidenschaft für Rock und Blues der 70er-Jahre ist im Laufe der vergangenen Jahrzehnte geblieben, doch die Musik von „Rising Storm“ hat sich auch weiterentwickelt. „Spielen wir heute alte Stücke von uns, so klingen sie anders als in den 80er-Jahren“, erklärt Rhythmus-Gitarrist Karsten Fischer. Ein großes Plus der Band sind die einprägsamen Melodien der Songs. „Die Musik von Rising Storm hat einen großen Wiedererkennungswert“, sagt Sänger Stefan Puhane. Vor allem die Gitarre von Erich Forster sei dabei unverwechselbar. Dennoch habe jeder Titel seinen eigenen Charakter. Das Spektrum der Band reicht von der Ballade über den lässigen Blues bis hin zur harten und lauten Rock-Nummer.
Die Titel von „Rising Storm“ sind Gemeinschaftsproduktionen. Erich Forster hat meist die musikalische Idee, für zahlreiche Stücke hat „Mirtl“ Beutler den passenden Text dazu geschrieben. Einige Songs stammen zudem vom ehemaligen Sänger Chrishan Skrla und dem aktuellen Mann am Mikro, Stefan Puhane. Jeder in der Band trägt seinen eigenen Teil zu den Kompositionen bei. Notenmaterial sucht man übrigens vergebens. Auch das hat zur Folge, dass sich die Lieder stets leicht verändern.
Ab 2006 wird der „aufziehende Sturm“ hin und wieder auch etwas leiser, streut Akustik-Auftritte ein. „Das ist kein Tribut an das Alter. Wir erreichen dadurch ein breiteres Publikum“, betont Mirtl Beutler. Eine besondere Herausforderung stellt das Projekt „Rock meets Cello“ dar, dass die Musiker im vergangenen Jahr zusammen mit der Altenstädter Cellistin Karin Ehrmann ausgetüftelt haben. Dabei kombinieren sie ihre melodiöse Rockmusik mit dem klassischen Streichinstrument – und haben dafür bei mehreren Auftritten viel Anerkennung eingeheimst. Das Ergebnis kommt beim Publikum bestens an – und wurde auch beim Landkreis-Musikfestival „NEW musics“ auf CD verewigt. Mit „George“ (1995) und „Three 50/5“ (2003) hat die Band bereits zwei weitere Silberlinge veröffentlicht, ein begehrtes Sammlerobjekt ist mittlerweile die Kassette „Nice and rich“ (1993).
Zu hören ist das Akustikrock-Cello-Projekt auch am Samstag, 22. September, beim großen Jubiläumskonzert „35 Jahre Rising Storm“, bei dem die Band erstmals im Gasthof „Weißes Rößl“ in Neustadt/WN auftritt. Während die Band den ersten Teil des Abends etwas ruhiger gestaltet – eben akustisch und mit Cello –, lassen es die Rockmusiker im zweiten Teil richtig krachen. „Das Konzert ist ein Streifzug durch 35 Jahre Bandgeschichte und hält auch einige Überraschungen bereit. Wir haben Gastmusiker eingeladen, die uns auf unserem Weg begleitet haben“, verrät Mirtl Beutler. Wer das ist, lässt er sich allerdings nicht entlocken. Das soll für die Besucher die große Geburtstags-Überraschung werden. Einlass zum Konzert ist um 19 Uhr, die Band startet ein Stunde später. Karten gibt es ausschließlich an der Abendkasse.






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