18.03.2019 - 15:52 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Hochwasser an Haide- und Waldnaab ohne gravierende Folgen

Land unter heißt es am Wochenende in vielen Kommunen des Landkreises. In Pressath liegt der Pegel deutlich über Meldestufe 2, in Neustadt knapp über dieser Meldestufe.

von Jutta Porsche Kontakt Profil

Entlang Haidenaab und Waldnaab hatten sich ausgedehnte Seenlandschaften entwickelt. Dennoch gab Jürgen Festbaum, Leiter des Sachgebiets Gewässerkunde und des Hochwassernachrichtendienstes am Wasserwirtschaftsamt Weiden, am Montag Entwarnung. "Der Pegel geht bereits wieder zurück. Die Lage entspannt sich wieder."

Die höchsten Wasserstände waren - wie gesagt - in Neustadt (mehr als 3,20 Meter) und Pressath (1,26 Meter) gemessen worden. "Das ist aber nicht dramatisch, sondern für diese Jahreszeit normal", betont Festbaum. In Neustadt war der Radweg entlang der Waldnaab unterhalb der Bahnbrücke überflutet. "Der wurde so gebaut, dass eine Überschwemmung möglich ist", sagt Peter Forster. Auch der Geschäftsführer der Stadtverwaltung Neustadt sieht das Hochwasser am Wochenende deshalb gelassen.

Etwas unangenehmer könnten dagegen die Folgen in Pressath ausgefallen sein. Dort waren laut Bürgermeister Werner Walberer auch einige Gärten von Anliegern im Altstadtbereich überflutet. "Von Schäden an Häusern ist mir aber nichts bekannt." Ansonsten waren auch in seinem Gemeindebereich in erster Linie Wiesen und Pferdekoppeln vom Hochwasser betroffen. Der Verbindungsweg Richtung Karmühle musste zum Beispiel gesperrt werden. Die Sperre wurde am Montag wieder aufgehoben.

Bereits am Freitagvormittag hatte das Wasserwirtschaftsamt für Weiden und den Landkreis Neustadt vorsorglich eine Hochwasserwarnung herausgegeben. Der Pegel in Neustadt dient dabei zugleich als Orientierungspunkt für die Max-Reger-Stadt. Denn dort kommt das Hochwasser der Waldnaab einfach nur mit etwas Verzögerung an. Aber die Stadt habe den Hochwasserschutz schon vor Jahren so ausgebaut, dass "man im aktuellen Fall von einer Inanspruchnahme noch meilenweit entfernt war." Außerdem, so Festbaum, sei die Waldnaab zwischen Neustadt und der nördlichen Stadtgrenze von Weiden sehr naturbelassen. Deshalb würden bei dem Pegelstand zwar Wiesen und landwirtschaftliche Flächen unter Wasser gesetzt, es gebe aber keine größeren Schäden.

Gleiches gilt für die Haidenaab bei Etzenricht. "Wir haben eine unberührte Haidenaab-Aue, die ziemlich einmalig sein dürfte", betont Bürgermeister Martin Schregelmann. "Es gibt keine Begradigungen oder Verbauungen." Das Wasser kann auch hier auf den angrenzenden Wiesen und Landwirtschaftsflächen große Seenlandschaften bilden - ohne dramatische Folgen.

Den Rad- und Feldweg entlang der Haidenaab in Mantel hat es ebenfalls getroffen. Dort wurden laut Bürgermeister Richard Kammerer natürlich ebenso Wiesen und eine Pferdekoppel unter Wasser gesetzt. Doch auch er stellt fest: "Das ist fast jedes Jahr so." Inwieweit die Gemeinde den Radweg wieder ausbessern muss, wird sich erst zeigen, wenn das Wasser vollständig abgelaufen ist.

Das Wasserwirtschaftsamt jedenfalls hat bereits am Montag um 8.39 Uhr Entwarnung gegeben, weil die Pegelstände wieder absanken. Stärkere Regenfälle waren laut Festbaum nicht in Sicht. Er war deshalb optimistisch: "Die Lage wird sich schnell weiter entspannen."

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