18.09.2019 - 11:29 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Zum Jahresende Umzug in neue Klassenzimmer

Schüler und Lehrer werden aufatmen. Es geht voran am Gymnasium. Die großen Hindernisse bei der Generalsanierung sind wohl überwunden, der größte erste Bauabschnitt biegt auf die Zielgerade ein.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat das schönste Gymnasium im Land? Die Neustädter wohl, zumindest haben sie bald das in jüngster Zeit sanierte Schulgebäude. Der größe Bauabschnitt bei der Erneuerung nähert sich der Fertigstellung.
von Externer BeitragProfil

Das stellt Claudia Prößl, Pressesprecherin am Landratsamt, in einer Mitteilung heraus. Architekt Peter Brückner, seine Mitarbeiter Kristina Kulicke, Bauingenieur Matthias Schmidt und die Verantwortlichen des Landratsamtes, Heribert Eckl und Silke Kneidl, sahen sich bei einer Baustellenbegehung die Fortschritte an. In den nächsten Wochen sollen viele Arbeiten abgeschlossen werden. "Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrer können den Umzug zum Jahresende in die modernen und freundlichen Klassenzimmer sowie Fach- und Verwaltungsräume kaum erwarten", heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts.

Der Landkreis als Bauherr des Gymnasiums investiert insgesamt rund 23 Millionen Euro in die Generalsanierung des Schulgebäudes aus den 70-er Jahren. Davon werden bis zu 39 Prozent Prozent gefördert, der Landkreis selbst muss etwa 14,1 Millionen Euro bezahlen. Durch den späten Förderbescheid hatte sich bereits der Beginn der Sanierung verschoben. Dies führte insbesondere durch die starke Konjunktur in der Baubranche zu weiteren Verzögerungen, weil Firmen und Monteure wegen Überschneidungen mit anderen Projekten teilweise erst später ihre Arbeit aufnehmen konnten. "Auch Lieferverzögerungen in einigen Bereichen führten zu Folgeverspätungen um mehrere Monate", stellt Prößl fest.

Und schließlich hätten sich im Zuge des Baufortschritts zusätzlich notwendige Arbeiten herauskristallisiert, , beispielsweise im Bereich Trockenbauwände oder Digitalisierung. Abgeschlossen sind die Rohbau-, Dach-, Estrich-, Sanitär- und Elektro-Roharbeiten. Ebenfalls fast erledigt ist der Trockenbau, der Einbau von Türen, Fenstern und Rollläden, die Ausstattung der Fachräume, die Stahlbauarbeiten, die Betonsanierung, das Wärmeverbundsystem sowie die Schreiner- und Malerarbeiten.

Die Ausstattung der Klassenzimmer mit Tafeln, Bildschirmen und Möbeln folgt in den nächsten Wochen. Auch die Aula, die momentan noch am "unfertigsten" aussieht, soll spätestens im Dezember fertiggestellt sein. "Sie stellt dann eines der Highlights des Schulgebäudes dar", heißt es in der Mitteilung. Bei den Außenarbeiten fielen vor allem die moderne Fassadengestaltung und die beeindruckende Treppenanlage zum Haupteingang ins Auge, merkt die Pressesprecherin an. Dafür seien die bestehenden Granitstufen gereinigt und wiederverwendet worden. Insgesamt waren und sind 30 Firmen an diesem Bauabschnitt beteiligt, derzeit sind fast 50 Monteure gleichzeitig vor Ort.

Ein erfreulicher Ortstermin auf dem Schulgelände. Architekt Peter Brückner, seine Mitarbeiter Kristina Kulicke, Bauingenieur Matthias Schmidt und die Verantwortlichen des Landratsamtes, Heribert Eckl und Silke Kneidl, sehen sich bei einer Baustellenbegehung die Fortschritte an. Foto: Claudia Prößl
Riesige Dimensionen:

Auch am Beispiel der Elektroarbeiten werden die Dimensionen des Projektes deutlich: Bauingenieur Matthias Schmidt berichtet beim Ortstermin, dass nach der Demontage von rund 20 Tonnen alten Kabeln 75 Kilometer Stark- und Schwachstromkabel neu verlegt werden mussten. Insgesamt wurden über 500 Stromkreise angeschlossen. Gut 1,1 laufende Kilometer Lichtlinien und über 300 sonstige Leuchten wurden verbaut. Die Maler verarbeiten insgesamt 12.000 Quadratmeter Spachtel-, Decken- und Wandanstrich und die Schreiner haben bereits 16.000 Quadratmeter verbaut. "Dies entspricht mehr als zwei Fußballfeldern", rechnet der Ingenieur hoch.

Die beeindruckende Treppenanlage zum Haupteingang fällt ins Auge. Die dafür verwendeten Granitstufen sind nicht neu. Vielmehr sind es die alten, die gereinigt und wiederverwendet worden.
Die Aula der Schule sieht noch nach Baustelle aus. Sie soll einmal das Highlight im Schulgebäude werden.
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