19.07.2019 - 17:14 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Kampfgeist und Willen mitgegeben

Freiheit verlangt Disziplin und Eigenverantwortung, betont Realschuldirektorin Sebald. Für die Absolventen der Neustädter Realschule beginnt nach der stimmungsvollen Entlassfeier der Ernst des Lebens.

Realschuldirektorin Irene Sebald (links) freut sich mit den Konrektoren Ramon Gomez-Islinger und Martina Fels (von rechts) über die tollen Notendurchschnitte von Timo Völkl (1,08), Evelyn Wall (1,09), David Sonnek (1,27), Sina Bösl, Anja Brysch und Sebastian Reimann (jeweils 1,55, von links).
von Walter BeyerleinProfil

97 Absolventinnen und Absolventen haben mit Erfolg die Schulzeit in der Lobkowitz-Realschule abgeschlossen. Realschuldirektorin Irene Sebald nannte dies eine „Freisprechung von der Schulpflicht“. Die gewonnene „Freiheit“ verlange aber auch in Zukunft Disziplin und Eigenverantwortung ab.

Die Turnhalle der Lobkowitz-Realschule war zur Entlassfeier der Absolventen fast bis auf den letzten Platz besetzt. Nach der musikalischen Eröffnung mit dem "Tijuana Taxi" hieß Konrektor Ramon Gomez-Islinger die Eltern und Ehrengäste, darunter stellvertretenden Landrat Albert Nickl, die Bürgermeister aus Altenstadt/WN, Flossenbürg, Neustadt/WN sowie Stadtpfarrer Josef Häring und den Elternbeirat der Schule willkommen.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl nahm das Logo der Lobkowitz-Realschule „Wir sind ein starkes Team“ zum Anlass, der Schule für das bei allen Veranstaltungen zu erkennende „oberste Niveau“ sein Lob auszusprechen. Den Absolventinnen und Absolventen bescheinigte Albert Nickl, ein wichtiges Werkzeug für das weitere Leben erhalten zu haben, das aus der Erfahrung heraus „nie vollständig“ sein könne. „Das Leben ist ein lebenslanges Lernen“, betonte Nickl. Die wirtschaftliche Lage biete jedem Schulabgänger berufliche Chancen „wie nie zuvor“. Ganz klar war der Appell des stellvertretenden Landrats: Nutzt diese Chancen, die euch im Leben gegeben werden. Die Lobkowitz-Realschule habe damit mit allen Lehrkräften, die Eltern der Schulabgänger mit eingeschlossen, den Grundstein gelegt. „Die Lobkowitz-Realschule ist eine Vorzeigeschule“, sagte der Politiker und verband diese Feststellung mit einem großen Lob seitens des Landkreises.

Daniela Joachimstaler, Vorsitzende des Elternbeirates, verglich die Laufbahn eines Sportlers – mit seinem Training als Grundlage für den Erfolg – mit der schulischen Ausbildung der Absolventen, die genaugenommen ihren Beginn im Kindergarten nahm, sich später in der Grundschule fortsetzte und vorerst mit der Qualifikation für eine weiterführende Schule endete. Der erfolgreiche Abschluss der Realschule sei möglich gewesen, weil die Lehrkräfte das entsprechende Rüstzeug mitgegeben haben, um das gewünschte Ziel zu erreichen. „Kampfgeist und Wille“ sei im Sport ausschlaggebend für einen Sieg wie auch beim erfolgreichen Abschluss der Schule.

Realschuldirektorin Sebald listete in ihrer Ansprache bedeutende geschichtliche Ereignisse der letzten einhundert Jahre auf. So landeten tagsgenau vor 50 Jahren die ersten Menschen auf dem Mond. Damit stellte die Schulleiterin die Verbindung zum Pilotjahrgang her, zu dem die jetzigen Entlassschüler gehören. Bei deren Eintritt begann die „vertiefte Berufsorientierung ab der 8. Jahrgangsstufe“, erinnerte Irene Sebald. „Wie der erste Mann am Mond haben wir damals mit euch Neuland betreten“. Ein Schritt, wie Irene Sebald einräumte, der in die richtige Richtung ging. Für die Gestaltung der weiteren Zukunft legte die Realschuldirektorin den Absolventen nahe, die äußere Freiheit nicht als selbstverständlich zu sehen, sondern an deren Erhalt mitzuarbeiten. Jeder müsse sich als „einzigartig“ erkennen und auch immer eine eigene Meinung aufzeigen.

Die Klasslehrer überreichten mit Realschuldirektorin Irene Sebald und den Konrektoren Ramon Gomez-Islinger sowie Martina Fels die Zeugnisse. Für ein hervorragendes Abschlusszeugnis und als Schulbeste wurden Timo Völkl (1,08) und Evelyn Wall (1,09) besonders geehrt. Weitere herausragende Notenschnitte erreichten David Sonnek (1,27), Sina Bösl, Anja Brysch und Sebastian Reimann (alle 1,55).

Für die musikalische Umrahmung sorgten Luisa Zeitler mit dem Lied „Never Enough", Julia Sennert mit „On my Dreams“ und Paul Arnold mit dem Akkordeonsolo „Festtag im Dorf“.

In fast kabarettistischer Form blickten Benjamin Schindler, Julia Sennert und Tabea Meiler auf die Schulzeit und besonders in Erinnerung bleibende Ereignisse zurück.

Beim lustigen Rückblick auf die Schulzeit von Benjamin Schindler, Julia Sennert und Tabea Meiler blieb bei den Ehrengästen und Gästen kein Auge trocken.
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