Etwas schleppend lief der Kirchweihmarkt am Sonntag auf dem Stadtplatz in Neustadt/WN an. Bis 14 Uhr tat sich nicht viel. Am Wetter kann es nicht gelegen haben, denn im Vergleich zum regnerischen Vortag war es bei Temperaturen um 5 Grad Celsius trocken und windstill. Vielleicht lag es am Kirchweihessen, das sich an so einem Tag im Familienkreis schon einmal in die Länge ziehen kann. „Vielleicht liegt es auch daran, dass die Neustädter Kirchweih relativ spät im Jahr ist und die Menschen nicht mehr die große Lust an Spaziergängen im Freien haben“, vermutete Tim Gluch aus Fürth, der an seinem Stand Spielzeug aller Art anbot.
Ab 15 Uhr kamen die Besucher dann allerdings trotzdem noch in Scharen und der Platz zwischen den Ständen füllte sich zusehends. Man durfte vermuten, dass die Markthändler an über 20 Ständen wenn auch spät aber trotzdem noch auf ihre Kosten kamen. Ein Paar Kokos-Makronen oder süße Waffeln, ein kleines Spielzeug oder eine Runde mit dem Kinderkarussell waren für die Kleinen mit dem erhaltenen Kirchweihgeld allemal finanzierbar.
„Der süße Fischer“ bot allerhand kalorienreiche Schmankerl an und am Glühwein-Stand konnten sich die Freunde des wärmenden Getränks einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Adventszeit mit den vielen Weihnachtsmärkten holen. Angeboten wurden auch wärmende Wollsachen, Textilien, Taschen oder diverse andere Lederwaren. Für Häuslebauer war sogar ein Stand mit Fenstern vertreten.
Das Kinderkarussell Blum drehte unentwegt seine Runden und war dabei meistens voll besetzt. Der Neustädter Kirchweihmarkt konnte zwar mit dem Angebot an Ständen vielleicht nicht an frühere Zeiten anknüpfen, als der vorhandene Platz in der guten Stube der Kreisstadt für die Fieranten nicht ausreichte. Er war aber einmal mehr ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem sich Jung und Alt trafen und dabei ins Gespräch kamen.

















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