785 Kinder haben 2019 im Landkreis Neustadt/WN das Licht der Welt erblickt. Schaut man auf die Jahre davor, steht der Kreis mit dieser Zahl durchaus nicht schlecht da. Im Vergleich zu dem in den vergangenen zwei Dekaden geburtenschwächsten Jahr 2011 mit nur 670 Entbindungen macht 2019 rund 18 Prozent gut. An das Rekordjahr 2018 (812 Geburten) konnten die Mütter im Landkreis allerdings nicht mehr ganz anschließen. Insgesamt scheinen sich aber die Zahlen seit 2015 auf einem relativ stabilen Niveau zwischen 750 und 800 Geburten pro Jahr einzupendeln. Das geht aus den Zahlen hervor, die das Landratsamt Neustadt/WN auf anfragen von Oberpfalz-Medien mitgeteilt hat.
Landrat Andreas Meier ist zuversichtlich, dass der Landkreis in den kommenden Jahren bei den Geburtenzahlen nicht nur stabil bleiben wird, sondern sich sogar verbessern wird. "Sowohl der Landkreis als auch die einzelnen Gemeinden haben in den letzten Jahren und auch aktuell alles dafür getan, um gerade jungen Familien beste Chancen und Lebensperspektiven zu bieten", sagt er auf Anfrage. Er verweist auf den Ausbau von Krippen und Kindergärten und auf günstige Preise beim Bauland.
Kurios an den Zahlen ist übrigens, dass es den Anschein hat, als hätten zwei Gemeinden ganz genau geplant, wie viele Kinder dort innerhalb eines Jahres zur Welt kommen. Sowohl in Störnstein (9) als auch in Pirk (19) haben die Mütter 2019 genauso viele Kinder geboren wie schon 2018.
Gewinner und Verlierer
Am meisten zugelegt 2019 hat einerseits die Verwaltungsgemeinschaft Tännesberg (Gemeinden Tännesberg und Leuchtenberg). Hier kamen 2019 33 Kinder auf 2622 Einwohner (Stand: 31. September 2019) zur Welt. Das sind 14 mehr als noch 2018. Darunter waren übrigens zweimal Zwillinge. Eine Überraschung sind die Zahlen für Bürgermeister Max Völkl nicht. "Bei uns haben vergangenes Jahr einige junge Familien geheiratet", erklärt er. Zudem seien einige Menschen "aus der Fremde zurück in die Heimat gezogen". Völkl: "Die Gemeinde hat außerdem viel in ihre ökologischen Projekte investiert." Er kann sich vorstellen, dass das zusätzlich einen Einfluss auf die Entscheidung, dort ein Kind zu bekommen, genommen habe. Auf der Anderen Seite steigt Windischeschenbach zum großen Gewinner auf. Die Stadt verzeichnet nach Grafenwöhr (55) die meisten Geburten: Windischeschenbach wurde um 47 Babys (Einwohnerzahl, Stand 31. September 2019:4986) reicher. Das sind 11 mehr als im Vorjahr und macht ein Plus von rund 23 Prozent aus. "Wir sind wieder gut drauf", sagt Bürgermeister Karlheinz Budnik. Ihm zufolge hat die Stadt die Durststrecke von 2017 (35) und 2018 (36) überwunden. "Wir haben zwei nigelnagelneue Kindergärten in der Stadt und großen Zuspruch in unserem Neubaugebiet bekommen", sagt er. Die Windischeschenbacher hätten aber überall Nachwuchs bekommen. "Die Geburten verteilen sich über das gesamte Gemeindegebiet."
Andernorts gingen die Geburtenzahlen 2019 teils auch drastisch zurück. In Vohenstrauß beispielsweise kamen 21 Kinder weniger als im Vorjahr zur Welt. Das ist ein Minus von knapp 33 Prozent. Damit ist die Stadt im Vergleich zu 2018 nur noch auf Platz drei im Landkreis. Auch die Eschenbacher verzeichnen deutlich weniger Geburten. Mit einem Einbruch von 53 Entbindungen auf nunmehr 37 haben die Frauen dort rund 30 Prozent weniger Kinder bekommen. Insgesamt am wenigsten Kinder im gesamten Landkreis kamen in der 1188-Seelen-Gemeinde Kohlberg (Stand 31. September 2019) auf die Welt. Nur fünf Babys sind zum Markt dazugekommen.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.