Deutschland hat sich gemäß Pariser Klimaabkommen vorgenommen, bis 2030 seinen CO2-Ausstoß um 55 Prozent zu verringern. Der Landkreis Neustadt/WN dürfte das auf seinem Grund und Boden locker toppen, wenn man Kreisbaumeister Werner Kraus zuhört. Seit 1997 wird im Gebiet zwischen Eslarn und Kirchenthumbach der Kohlendioxid-Ausstoß gemessen. Damals waren es allein beim Wärmeverbrauch 3939 Tonnen im Jahr. 2022 reduzierte sich diese Menge auf 811 Tonnen.
In diesen fast 25 Jahren wurden Schulen, Schwimmhallen und Verwaltungsgebäude gedämmt und mit neuen Heizungen versehen. Zudem wurden große Teile der kreiseigenen Liegenschaften über Hackschnitzelanlagen und Biomasse versorgt, vor allem in Eschenbach und Vohenstrauß. Sollten 2024 in Neustadt/WN vom Gymnasium in die Stadt die Voraussetzungen für eine Fernwärmeleitung stehen, könnte ein weiter großer Schritt Richtung CO2-Ersparnis erfolgen. Ebenso will der Landkreis die Gasversorgung auf seinen Deponien verbessern, kündigte Kraus an.
Ein Faktor für eine positive Energiebilanz ist ferner der sinkende Stromverbrauch. 2013 waren es noch 2034 Megawattstunden, 2022 dann 1944 MWh. Im Coronajahr 2020 waren es allerdings nur 1782 MWh. Danach stieg der Verbrauch wieder an, nicht zuletzt durch den Einbau von Luftfiltern in Klassenzimmern. 2022 kamen dann zentrale Lüftungsanlagen in die Schulen. Auf der anderen Seite sorgten LED-Lampen und sparsame neue Elektrogeräte, etwa in der EDV, für deutliche Einsparungen. Kraus betonte, dass der Landkreis Ökostrom einkaufe. Mit dem Personalzuwachs des Landratsamtes sei aber auch ein etwas höherer Verbrauch verbunden. Unterm Strich bleibe eine Ersparnis von rund 100 MWh pro Jahr.













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