08.03.2019 - 16:48 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Der Landkreis sagt JaS

Die Europa-Berufsschule in Weiden soll einen zweiten Jugendsozialarbeiter (JaS) erhalten. Der Landkreis Neustadt ist bereit, sich daran zu beteiligen. Er stellt aber zwei Bedingungen.

Die Europa-Berufsschule in Weiden soll einen zweiten Jugendsozialarbeiter bekommen. Der Landkreis Neustadt will der Stadt dazu unter die Arme greifen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Dass bei einer Schule mit 3300 Schülern ein Sozialarbeiter kaum reicht, ist den Weidener Stadträten und dem Jugendhilfeausschuss des Landkreises klar. Schulleiter Josef Weilhammer hätte deswegen gerne eine zweite Kraft, deren Schwerpunkt es sein soll, Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Als Verbündeten hat er sich Anton Dobmayer, den Chef des Berufsbildungszentrums Neustadt (BBZ) ins Boot geholt. Gemeinsam sprachen sie im Kreisjugendamt vor.

Dessen Leiter Klaus Egelseer hat für die beiden durchaus ein offenes Ohr. Selbst zwei JaS-Stellen seien für eine so große Schule wie die in Weiden nicht gerade üppig. Es sei fair, sich dort zu beteiligen, da gut ein Drittel der Europa-Berufsschüler aus dem Landkreis Neustadt komme. Allerdings sei auch Bedarf am 159 Schüler zählenden BBZ da. Das Problem dabei: Berufsfachschulen wie das BBZ sind derzeit für einen Jugendsozialarbeiter nicht förderfähig. Das soll sich jedoch ab 2020 ändern, wenn der Staat 50 Prozent der Kosten übernimmt. Die Lösung sieht dann folgendermaßen aus: Der Kreis Neustadt beteiligt sich an der JaS-Stelle in Weiden, wenn die neue Kraft auch zwölf Stunden dem BBZ zur Verfügung steht. "Wir sind uns einig, dass abgebrochene Ausbildungen schwerwiegende Folgen für ein ganzes Leben haben können", warb Vize-Landrat Albert Nickl im Jugendhilfeausschuss für den zweiten Sozialarbeiter.

Doch auch Bernhard Steghöfer stieß mit seiner Einschränkung auf Zustimmung. Er bat darum, in den Beschlussvorschlag aufzunehmen, wegen einer Kostenbeteiligung auch bei anderen Landkreisen nachzufragen, die Berufsschüler nach Weiden schicken. Der Eschenbacher Peter Lehr ergänzte, dass in eine Vereinbarung mit Weiden die Laufzeit aufgenommen werden sollte. Auch dies kam bei den Ausschussmitgliedern aller Couleur an.

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