Es war die erste Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Senioren, in der Landrat Andreas Meier den Kreisräten drei Sitzungspunkte auf den Tisch legte. Los ging es mit der Fortschreibung des Konzeptes zur Ermittlung der Angemessenheit der Unterkunftskosten nach dem Sozialgesetzbuch. Demnach, so die Sitzungsvorlage, ist der Landkreis als Träger der Sozialhilfe verpflichtet, Leistungen für die Unterkunft in tatsächlicher Höhe zu erbringen. Und dies in einem angemessenen Umfang.
Hierfür wurde vom Institut „empirica“ 2024 ein schlüssiges Konzept erstellt. Der Ausschuss legte nun die Fortschreibung des Konzepts der Angemessenheit der Unterkunftskosten, ermittelt von „empirica“, ab Oktober 2026 neu fest. Diese sind für Haushaltsgrößen mit einer Person 430 Euro (inklusive Nebenkosten) statt bisher 380 Euro, zwei Personen 550 Euro (bisher 480 Euro), drei Personen 630 Euro (bisher 560 Euro), vier Personen 740 Euro (bisher 640 Euro) und fünf Personen 870 Euro (bisher 750 Euro). Zugleich appelliert der Ausschuss an das Jobcenter, sich an diesen Vorgaben zu orientieren.
Landkreis beteiligt sich
Erstmals wurde im Landkreiswesten mit Förderung durch den Landkreis 2024 eine Fachstelle für pflegende Angehörige eingerichtet. Später kam eine solche dann auch noch im Landkreisosten hinzu. Der Landkreis beteiligte sich an den Kosten mit 25 Prozent, höchstens 6500 Euro je Fachstelle. Diese Förderung von 13 000 Euro wird auf Beschluss des Ausschusses auch für 2027 beibehalten.
Ein weiterer Punkt war die anteilige Förderung des 2022 gegründeten Hospiz- und Palliativnetzwerkes Nordoberpfalz (HPVN). Das Netzwerk liefert durch die stadt- und landkreisübergreifenden Strukturen einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen in der Region. Darum wurde dem Ausschuss von Seiten der Landkreisverwaltung eine Förderfortsetzung nahegelegt. Der dafür vorliegende Beschlussvorschlag über die Förderhöhe von 7200 Euro für das Jahr 2027 wurde vom Kreisausschuss abgesegnet.
Zwölf Ringe reichen nicht
Als vierter Punkt lag die Förderung für das Bewegungsangebot „Rundum Fit“ in Waldthurn vor. Das von Doris Völkl geleitete Programm hat sich etabliert und wird von der Bevölkerung gut angenommen. Für das Bewegungsangebot besitzt Völkl nur zwölf sogenannte Smovey-Ringe. Dies sind 500 Gramm schwere Schwingringe mit frei beweglichen Stahlkugeln im Inneren. Beim rhythmischen Schwingen entstehen Vibrationen, die über Hände und Arme in den Körper übertragen werden. Wegen der hohen Beteiligung reichen diese zwölf Ringe nicht mehr aus. Die Anschaffung 15 weiterer Ringe mit Kosten von je 109 Euro ist geplant.
Der Kreisausschuss legte nun fest, dass das Programm selbst mit Kosten von 2237 Euro im Jahr 2027 für 22 Trainingseinheiten in der Halle und 20 Übungseinheiten im Freien weiter gefördert wird, zudem noch die Anschaffung der Ringe für 1648 Euro – also insgesamt 3885 Euro.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.