Neustadt an der Waldnaab
07.10.2026 - 14:33 Uhr

Landratsamt Neustadt stärkt Austausch mit Jagdexperten

Das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab intensiviert eigenen Aussagen zufolge den Dialog mit der jagdlichen Praxis. Ziel sei es, gemeinsam tragfähige Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.

Das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab hat am 6. Oktober 2026 die Hegegemeinschaftsleiter und Jagdberater des Landkreises zu einer Besprechung eingeladen, um den Austausch zwischen Verwaltung und jagdlicher Praxis zu stärken. Das geht aus einer Pressemitteilung aus der Verwaltungsbehörde hervor. Die Hegegemeinschaftsleiter, ehrenamtlich gewählte Vertreter der Jagdausübungsberechtigten, sind demnach ein wichtiges Bindeglied zwischen der Unteren Jagdbehörde und den Jagdrevieren. Sie koordinierten Hegemaßnahmen und wirken bei der Abschussplanung mit. Ergänzt wurde die Runde durch die Jagdberater, die ihre fachliche Erfahrung einbrachten, heißt es.

Gemeinsame Lösungen entwickeln

Ziel des neuen Formats sei es, die Zusammenarbeit zwischen Jagdbehörde und Verantwortlichen vor Ort zu verbessern. Landrat Andreas Meier betont in dem Schreiben die Bedeutung eines offenen Austauschs: „Die Hegegemeinschaftsleiter und unsere Jagdberater sind wichtige Bindeglieder zwischen Verwaltung und Praxis.

Von einem offenen gegenseitigen Austausch können alle Seiten prof“, wird er zitiert. Angesichts der Veränderungen im Jagdrecht sei es wichtig, Lösungen zu entwickeln, die sowohl den gesetzlichen Vorgaben entsprechen als auch in der Praxis funktionieren.

Im Mittelpunkt der Besprechung standen laut Landratsamt aktuelle Themen wie die Durchführung der Hegeschauen und die Unterstützung der Hegegemeinschaften durch die Untere Jagdbehörde. Intensiv diskutiert wurde demnach die seit April 2026 bestehende Möglichkeit, Rehwild unter bestimmten Voraussetzungen ohne behördlichen Abschussplan zu bejagen. Diese Neuregelung stärke die Verantwortung der Beteiligten vor Ort und führe zu neuen Fragestellungen für Jagdgenossenschaften und Jagdausübungsberechtigte.

Ein weiterer Themenblock befasste sich den Angaben zufolge mit der Entwicklung der Jagdstrecken. Die Untere Jagdbehörde habe statistische Daten der vergangenen zehn Jahre aufbereitet, die gemeinsam mit den Jagdberatern betrachtet worden seien.

Auch die Digitalisierung spielte eine Rolle: Testzugänge für die elektronische Übermittlung der Streckenlisten wurden vorgestellt. Das Verfahren soll zunächst mit freiwilligen Anwendern erprobt werden, um praktische Erfahrungen zu sammeln, schreibt das Landratsamt.

Aktuelle Entwicklungen

Das Landratsamt wertet die erste Gesprächsrunde als wichtigen Schritt zu einer engeren Zusammenarbeit. Das Format soll den Verantwortlichen zufolge fortgeführt werden, um den Beteiligten regelmäßig die Möglichkeit zu bieten, aktuelle Entwicklungen zu besprechen und praxisgerechte Lösungen zu entwickeln.

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