12.05.2019 - 12:53 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Leader-Mittel für sechs Projekte

Der Landkreis bekommt sechs weitere Projekte über Leader-Mittel der EU gefördert. Von 750000 Euro Gesamtkosten fließen dazu 60 Prozent aus Brüssel. Bei der Vorstellung beeindrucken eine Mosterei und ein Schlachtbetrieb.

von Ernst FrischholzProfil

Das Leader-Programm ist für Aktionen im ländlichen Raum vorgesehen. Zurzeit befinden sich in Neustadt zwölf Projekte in der Umsetzung. Lokale Aktionsgruppen erarbeiten vor Ort Entwicklungskonzepte. Im Landkreis ist dies das Forum Neustadt Plus mit Geschäftsführerin Daniela Franz. Sie präsentierte dem Entscheidungsgremium die neuen Vorschläge.

Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler als Vorsitzender des Fördervereins Simultankirchen in der Oberpfalz stellte die dritte Stufe des Simultankirchen-Radwegs vor. Dabei geht um die Beschilderung der zehn Routen mit 50 Kirchen auf 400 Kilometern sowie um Infotafeln, den weiteren Ausbau, Flyer und Radkarten.

Moosbach und Windischeschenbach planen "Landschaftskinos". Dabei rahmen große Holzrahmen spektakuläre Panoramen auf Aussichtspunkten ein, um das Naturerlebnis noch intensiver zu machen. Moosbachs Bürgermeister Hermann Ach denkt dabei an den „Strehberg“, Rainer Hecht von der Stadt Windischeschenbach an die Kontinentale Tiefbohrung (KTB).

Über Golfen am Rußweiher in Eschenbach referierte Bürgermeister Peter Lehr. In die Adventure-Golfanlage werden Sehenswürdigkeiten des Natur- und Geoparks wie die Burgruine Flossenbürg, der geologische Lehrpfad „Stein der Weisen“, das Waldnaabtal, der Basaltkegel Parkstein und der Rußweiher integriert.

Zwei Projekte ernten ganz besondere Anerkennung des Gremiums um Landrat Andreas Meier, weil es sich um Privatinitiativen handelt, die in der Region einmalig sind. Maria Bernhard und Tochter Monika schwebt eine „Steinacher Obstveredelungsküche“ vor. Neben der Mosterei und der Brennerei soll sie für Streuobstfeste, Schulklassen und die vielen Märkte genutzt werden. "Wir möchten das Thema nachhaltige Lebensmittel transportieren", erklärt Monika Bernhard.

Die Landmetzgerei von Josef Ackermann in Trabitz will eine regionale Schlacht- und Verarbeitungsstruktur für die angrenzenden Öko-Modellregionen für Direktvermarkter aufbauen. Die können vor Ort schlachten, zerlegen und direkt verarbeiten ohne große Wege fahren zu müssen. Dafür habe man spezielle Transportboxen.

Die Fördersummen:

Für die Simultankirchen-Radwege fließen 150000 Euro, davon werden 86000 Euro gefördert. Golfen am Rußweiher kostet 435000 Euro (146220 Euro Förderung); das Landschaftskino in Moosbach bekommt bei 16700 Euro Kosten 8400 Euro Förderung und das in Windischeschenbach bei 19000 Euro Kosten 9564 Euro. Die „Steinacher Obstveredelungsküche“ ist mit 66500 Euro veranschlagt (22342 Euro Förderung), der Aufbau der regionalen Schlacht- und Verarbeitungsstruktur mit 66900 Euro (22480 Euro Förderung). (fz)

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