10.03.2020 - 23:13 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Lichtdurchflutete Lernoase

Karten-, Overheadprojektor-, Beamer- oder Tafeldienst - jeder Schüler kennt noch solche Fleiß- beziehungsweise Fronarbeiten. Im Neustädter Gymnasium sind sie nach der Generalsanierung Geschichte.

von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Nach den künftigen Fünftklässlern vergangene Woche gewähren Landrat Andreas Meier (für den Sachaufwandsträger) und Schulleiter OStD Anton Hochberger nun auch der Öffentlichkeit erste Einblicke in den abgeschlossenen ersten Bauabschnitt der Generalsanierung des Gymnasiums.

Zum kürzlichen Umzug der Klassen innerhalb des Gebäudes sind im bislang dreijährigen Umbau bei laufendem Schulbetrieb neben der Alu-Fassade, dem Haupteingang mit Treppe und der Aula mit barrierefreiem Zugang auch die meisten Unterrichtsräume fertig. "Unsere 16 Klassen sind nun gut untergebracht. Auch Sekretariat und Lehrerzimmer stehen neu gestaltet wieder zur Verfügung", ist Hochberger erleichtert. "Der zweite Bauabschnitt ist dann weniger belastend und betrifft die Fachräume und natürlich die Bibliothek."

Auf die digitalen Tafeln mit Dokumentenkameras in allen Klassenzimmern sind Hochberger und Meier besonders stolz. Multimediale Inhalte von verschiedensten Quellen lassen sich darauf darstellen. Auch Oberstufenschüler dürfen sie mit ihrem Smartphone ansteuern. "Mit Blick auf das digitale Klassenzimmer ist das ein großer Schritt auf dem Weg zu Tabletklassen", sagt Hochberger, der den Effekt auf seinen Unterricht zu schätzen gelernt hat. "Es ist alles viel anschaulicher. Neulich habe ich die Geschichte von Prometheus erzählt und auf der Tafel eine Kaukasus-Karte geöffnet. Ein Schüler sagte: 'Da liegt ja auch Sotschi, wo die Olympischen Spiele waren.'" Und man kann auf den Tafeln schreiben, digital natürlich, wie Meier mit einem Smiley demonstriert. Die klassischen Tafeln, sollten sie benötigt werden, lassen sich vor den digitalen hochziehen.

Des Weiteren sind die Räume mit Lautsprechern, PC und schnellem Internet ausgestattet. "Wir haben hier eine Glasfaserleitung, also 1 Gigabit/s", betont der Landrat. "Bis Ende des Jahres sollen das alle Schulen bekommen, für die wir zuständig sind. Das haben mir unsere IT-ler versprochen", erzählt Meier.

Die größte Veränderung hat aber der Gesamteindruck gemacht. "Ich weiß noch, wie dunkel und gedrückt die Atmosphäre in der Aula damals bei meiner Einschreibung war. Die ist nun offen, hell und freundlich", erzählt Meier. "Und es steckt viel Technik darin." Dabei weist er besonders auf die Lichtdecke im "Innenhof" mit tageslichthellen, dimmbaren LEDs hin. "Eine wohnliche Atmosphäre ist auch nötig, da die Schüler viel Zeit in der Schule verbringen", meint Hochberger. Der einzige "Nachteil": Sich mit dem Kartendienst vorm Ausfragen zu drücken, ist nicht mehr drin.

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